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<channel><title><![CDATA[All (Blacks) Inclusive - Der Blog rund um All Blacks Thun... - Blog]]></title><link><![CDATA[https://allblacksthun.weebly.com/blog]]></link><description><![CDATA[Blog]]></description><pubDate>Tue, 07 Jan 2025 12:34:10 +0100</pubDate><generator>Weebly</generator><item><title><![CDATA[Erlebnisbericht Loch Ness Marathon - 29.September 2024]]></title><link><![CDATA[https://allblacksthun.weebly.com/blog/erlebnisbericht-loch-ness-marathon-29september-2024]]></link><comments><![CDATA[https://allblacksthun.weebly.com/blog/erlebnisbericht-loch-ness-marathon-29september-2024#comments]]></comments><pubDate>Tue, 07 Jan 2025 07:46:54 GMT</pubDate><category><![CDATA[2025]]></category><guid isPermaLink="false">https://allblacksthun.weebly.com/blog/erlebnisbericht-loch-ness-marathon-29september-2024</guid><description><![CDATA[Am Sonntag, 29. September, um 5:45 Uhr klingelt der Wecker...Unser Marathon Tag beginnt...Wir 6 All Blacks Marathon L&auml;ufer, Hardy, P&auml;di, Michu, Hugo, Teresa und ich treffen uns um 6:00zum Fr&uuml;hst&uuml;ck in unserem Hotel. Alle sind fr&ouml;hlich, aufgeregt, gespannt, motiviert und vollerpositiver Energie.Das Wetter ist perfekt. Wir haben riesiges Gl&uuml;ck. Es ist fast wolkenlos und ziemlich warm (f&uuml;rdiese Jahreszeit und f&uuml;r Schottland), ca 14 Grad (empfunden habe ich es [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="paragraph">Am Sonntag, 29. September, um 5:45 Uhr klingelt der Wecker...<br />Unser Marathon Tag beginnt...<br />Wir 6 All Blacks Marathon L&auml;ufer, Hardy, P&auml;di, Michu, Hugo, Teresa und ich treffen uns um 6:00<br />zum Fr&uuml;hst&uuml;ck in unserem Hotel. Alle sind fr&ouml;hlich, aufgeregt, gespannt, motiviert und voller<br />positiver Energie.<br />Das Wetter ist perfekt. Wir haben riesiges Gl&uuml;ck. Es ist fast wolkenlos und ziemlich warm (f&uuml;r<br />diese Jahreszeit und f&uuml;r Schottland), ca 14 Grad (empfunden habe ich es w&auml;rmer).<br />Um ca 7:00 Uhr marschieren wir Richtung Sammelplatz los, wo X Cars bereit stehen, welche uns<br />und ca 6'000 andere L&auml;ufer zum Start chauffieren. Die Busfahrt f&uuml;hrt auf der anderen Seite von<br />der Marathon Strecke, entlang des Loch Ness. Die Fahrt ist kurvenreich, aber sehr sch&ouml;n. Ein Bus<br />hinter dem anderen f&auml;hrt Richtung Start. Nach ca 1 Std. 40 erreichen wir den Ort, wo wir dann<br />den Marathon starten werden. Es ist im 'nirgendwo'. Kein Haus weit und breit. Nur diese Strasse<br />und die Natur. Weiter vorne sehen wir den Startbogen. Dann steigen die 6'000 L&auml;ufer aus X<br />Bussen und die Strasse f&uuml;llt sich mit den L&auml;ufer in den farbigen Lauftenus.<br />Eine Schottische Musikgruppe spielt bald darauf mit wundersch&ouml;nen 'Dudelsack' Kl&auml;ngen. Der<br />erste H&uuml;hnerhautmoment ist da...<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/1_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph">Wir erledigen dann noch die letzten Vorbereitungen, checken zum x -ten mal ob alles ok ist, ob<br />wir alles wo wir brauchen an uns tragen, ob wir ein Stirnband brauchen oder nicht, und und...,<br />dann verschwinden wir hinter die Tannen um noch die Blase zu leeren was einen nicht ganz<br />einfachen Fussmarsch &uuml;ber die feuchten tiefen Moos Felder bedeutet.<br /><br />Ich reihe mich mit Teresa anfangs der 2. H&auml;lfte der L&auml;uferschlange ein. 'Unsere' M&auml;nner reihen<br />sich weiter vorne ein, da sie ja viel schneller sind als wir zwei.<br />Um 10:00 Uhr starten wir unsere 42,195 km lange 'Reise' vom nirgendwo bis Inverness...<br />&#8203;<br />Der Start ist ein sehr besonderes Erlebnis. In der Natur, in den Highlands, im nirgendwo starten<br />wir unseren Loch Ness Marathon, begleitet von diesen Schottischen Musiker mit den<br />Dudels&auml;cken. Wow ist das sch&ouml;n und emotional. Der 2. H&uuml;hnerhaut Moment ist da...<br />Die ersten 10 km renne ich in einem f&uuml;r mich 'flotten' Tempo. Ich f&uuml;hle mich super und geniesse<br />es sehr Teil von diesem sch&ouml;nen Marathon sein zu d&uuml;rfen...was f&uuml;r ein Geschenk! F&uuml;r mich alles<br />andere als selbstverst&auml;ndlich<br />&#127939; &#128591;<br />Von Anfang an war ich mir nat&uuml;rlich bewusst, dass ich wegen meinen Muskul&auml;ren und div<br />anderen 'Bausteinen' im Becken und Ges&auml;ssbereich das Tempo von den ersten 10 km nicht<br />immer halten kann. Auch fehlt mir wegen diesen Problemen das spezifische Marathon Training.<br />Der Jungfrau Marathon liegt auch erst 3 Wochen zur&uuml;ck. Deshalb rechne ich mit einer Zielzeit<br />von 5:30 bis 6 Std.</div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/2_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph">Die Strecke f&uuml;hrt einer Landstrasse, entlang des Loch Ness, durch sch&ouml;ne Natur und selten an&nbsp;H&auml;user vorbei. Es ist ein Strassenmarathon, deshalb ist der Untergrund immer Asphalt.&nbsp;Ich teile mir den Marathon im Kopf in Teile ein. Deshalb erreiche ich unterwegs immer wieder&nbsp;kleine Ziele, dies bringt mir mental sehr viel. Ab und zu wage ich Schluckweise etwas Powergel&nbsp;zu mir zu nehmen. Ich riskiere zwar Magenkr&auml;mpfe aber ich kann unm&ouml;glich 42 km ohne Energie&nbsp;durchstehen. Lieber Kr&auml;mpfe als keine Energie denke ich. Bald darauf meldet sich mein Magen.<br />Nicht mal diese wenige Menge toleriert er. Ich bekomme Kr&auml;mpfe und der Bauch f&uuml;hlt sich an wie&nbsp;wenn ein Stein drinnen w&auml;re. Ich versuche es zu ignorieren und renne meinen Traum weiter. Die&nbsp;Muskelans&auml;tze und all meine 'Bausteine' machen sich auch bemerkbar. Sonst geht es mir gut. Ich konzentriere mich auf mich, meine Schritte, meine Pace und auf die Strecke, beobachte&nbsp;andere L&auml;ufer und geniesse die Marathon-Stimmung mit allem wo dazu geh&ouml;rt. Unterwegs denke&nbsp;ich, dass der ganz besondere Moment wo ich die Ziellinie passieren werde, bald wahr wird, aber<br />eigentlich ist er noch in weiter Ferne. Es ist ein langer Weg und es kommt mir mit jedem km noch&nbsp;l&auml;nger vor, weil ich immer etwas m&uuml;der werde (Beine) und ich immer ein bisschen langsamer&nbsp;unterwegs bin. Ein toller Moment f&uuml;r den Kopf (mental) ist der Moment wo ich die H&auml;lfte hinter&nbsp;mir habe und dann nat&uuml;rlich bei und ab km 30.<br />W&auml;hrend dem Marathon sind nirgends Musiker oder sonstige Animation. Ich, die Natur, einige&nbsp;Schafe, K&uuml;he, Pferde, Alpakas, viele L&auml;ufer und ihr Keuchen, zum Teil komisches Husten und das&nbsp;leise stapfen der Schritte der L&auml;ufer und von mir, mein 'Radio' im Kopf (Gedanken) und wenige&nbsp;Zuschauer sind meine 'Unterhaltung'.<br />Ab ca km 35 sehe ich die ersten H&auml;user von Inverness. Das Ziel ist schon fast in Griffn&auml;he, aber&nbsp;es kommen noch die h&auml;rtesten 7 km....<br />Je n&auml;her ich dem Stadtzentrum komme, desto mehr Zuschauer hat es. Diese rufenden Stimmen&nbsp;helfen mir sehr. Ich habe meine eigene Peitsche, denn ich m&ouml;chte es noch unter 5 Stunden&nbsp;schaffen. Ich habe Angst, dass die Kr&auml;fte mich im stich lassen, aber ich jage mich...&nbsp;Endlich km 40... es k&ouml;nnte reichen f&uuml;r eine 4 Stunden Zeit... Ich komme auf eine Strasse wo mir&nbsp;mittlerweile bekannt ist und ich im Kopf diese 2 km durchgehen kann. Es sind endlose sehr harte&nbsp;km. Ich freue mich zwar innerlich schon sehr dass ich es bald geschafft habe, aber diese 2 km<br />sind verdammt hart. Mit den letzten Kr&auml;ften aber so schnell wie m&ouml;glich, schleppe ich mich zum&nbsp;Ziel.<br />Nach 4 Std 52 Minuten passiere ich die Ziellinie...<br />Es ist geschafft! Ich bin Finisherin vom Loch Ness Marathon! Wow! Es ist so &uuml;berw&auml;ltigend und&nbsp;so wundersch&ouml;n dieses Gef&uuml;hl wenn man im Ziel ist. Stolz, Freude, Gl&uuml;ck, Ersch&ouml;pfung,... alles&nbsp;geht durch den Bauch, Herz und Kopf. Unbeschreiblich ist das!<br /><br />Ein paar Schritte weiter vorne darf ich mir die wundersch&ouml;ne Medaille umh&auml;ngen lassen. Ein&nbsp;weiterer unbeschreiblicher Moment!!!<br />Ich feiere f&uuml;r mich meinen 'Erfolg'....<br /><br />Etwas sp&auml;ter treffe ich 'unsere' M&auml;nner in der n&auml;he vom Ziel. Sie sind schon einen Moment lang&nbsp;im Ziel. Vor allem Hardy, er hat mit einer sensationell starken Zeit unter 3 Stunden gefinisht! Wahnsinn!!<br />Sie gratulieren mir alle und ich ihnen. Da geh&ouml;rt nat&uuml;rlich eine herzliche Umarmung dazu. Das ist&nbsp;ein weiterer wundersch&ouml;ner Moment. So sch&ouml;n, dass wir das zusammen erleben d&uuml;rfen.<br /><br />Wir empfangen dann alle noch Teresa, welche diesen Marathon auch mit Bravour und nur kurz&nbsp;nach mir gefinisht hat.<br /><br />Nach etwas Verweilen im Zielgel&auml;nde, Gep&auml;ck abholen, warme Suppe 'fassen' und essen,&nbsp;Gruppen und Einzel-Fotosession,... usw marschieren wir mit steifen und zwickenden Beinen zum&nbsp;Hotel.<br />Ausruhen, Duschen, Schlafen muss jetzt sein und am Abend treffen wir uns zum gemeinsamen und sehr verdienten Abendessen.&nbsp;Es gibt viel zu erz&auml;hlen. Jeder hat den Marathon anders erlebt, aber jeder hat die Ziellinie gut&nbsp;und gesund passiert und jeder hat die Medaille hoch verdient!<br /><br />Sp&auml;t Abends geht dann ein sehr besonderer strenger aber wundersch&ouml;ner Tag zu ende...&nbsp;Dankbar, gl&uuml;cklich und m&uuml;de gehen wir ins Bett...<br /><br />km, 271 Aufstieg, 572 m Abstieg<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/3_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Tokyo Marathon 2024 – Der sechste Stern]]></title><link><![CDATA[https://allblacksthun.weebly.com/blog/tokyo-marathon-2024-der-sechste-stern]]></link><comments><![CDATA[https://allblacksthun.weebly.com/blog/tokyo-marathon-2024-der-sechste-stern#comments]]></comments><pubDate>Mon, 30 Sep 2024 07:33:46 GMT</pubDate><category><![CDATA[2024]]></category><guid isPermaLink="false">https://allblacksthun.weebly.com/blog/tokyo-marathon-2024-der-sechste-stern</guid><description><![CDATA[       Text und Bilder von Hansj&uuml;rg Kummer -VorgeschichteDer Tokyo Marathon fehlte mir noch, um den 6. Stern zu erhalten. Hoch ist der Stau an L&auml;uferInnen, denen nur noch Tokyo zum Erhalt der lang ersehnten 6-Star Finisher-Medaille fehlt. Ich habe nun 7 Jahre gewartet, bis ich einen Startplatz bekam. Die Zeit wurde langsam knapp, da ich schon einige Jahresringe aufweise. Den Startplatz bekam ich &uuml;ber ein deutsches Reiseb&uuml;ro, da ich dort Stammkunde bin. Das Reiseb&uuml;ro ist  [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/14-1-embleem_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph"><em>Text und Bilder von Hansj&uuml;rg Kummer -</em><br /><strong>Vorgeschichte</strong><br />Der Tokyo Marathon fehlte mir noch, um den 6. Stern zu erhalten. Hoch ist der Stau an L&auml;uferInnen, denen nur noch Tokyo zum Erhalt der lang ersehnten 6-Star Finisher-Medaille fehlt. Ich habe nun 7 Jahre gewartet, bis ich einen Startplatz bekam. Die Zeit wurde langsam knapp, da ich schon einige Jahresringe aufweise. Den Startplatz bekam ich &uuml;ber ein deutsches Reiseb&uuml;ro, da ich dort Stammkunde bin. Das Reiseb&uuml;ro ist auch das einzige, das im Anschluss eine Rundreise anbietet. Wenn wir schon in Japan sind, m&ouml;chten wir diese Gelegenheit nutzen. Zuerst musste noch abgekl&auml;rt werden, ob ich als Schweizer &uuml;berhaupt mit einem deutschen Reiseb&uuml;ro mitreisen kann. Die Japaner sind scheinbar sehr strikt, denn der Anbieter k&ouml;nnte nach eigenen Aussagen dadurch seine Akkreditierung verlieren. Soviel mal zur Genauigkeit und Organisation der Japaner. Bei mir hat es geklappt.<br />Habe auch ein 20-seitiges Runners-Handbuch des Marathon-Organisators erhalten, das genau zu studieren ist.<br />Da wird beschrieben, wo die Notdurft zu verrichten ist, bitte nehmen sie den M&uuml;ll mit, werfen sie keine Kleidungsst&uuml;cke weg, laufen sie nicht halbnackt, machen sie keine Werbung, laufen sie nicht durch Blumenbeete usw. Es wird auch beschrieben, wie die Startnummer Ausgabe erfolgt, wie der Start- und Zielbereich funktioniert. Es sind keine Trinkflaschen erlaubt. Wie verhalte ich mich bei einem Erdbeben (wir hatten eins in der Nacht von Donnerstag auf Freitag).<br />&nbsp;<br /><strong>Ein paar Zahlen</strong><br />Japan ist fl&auml;chenm&auml;ssig gleich gross wie Deutschland, hat aber ca. 50 Mio mehr Einwohner.<br />Japan ist nur auf einer Fl&auml;che von 30 % bewohnbar, dadurch ist alles wie in einem Ameisenhaufen. Es gibt 35 Vulkane, davon sind noch 17 aktiv.<br />Tokyo hat 9.7 Mio Einwohner, inklusive den 23 Bezirken sind es 38.5 Mio.<br />Die gr&ouml;sste U-Bahn-Station Tokyos hat 42 Aus- Eing&auml;nge und 12 Mio Fahrg&auml;ste t&auml;glich. Finde da mal den richtigen Ausgang, H&auml;nsel &amp; Gretel lassen gr&uuml;ssen.<br />&nbsp;<br /><strong>Tokyo Marathon</strong><br />Seit 2013 ist der Tokyo-Marathon Teil der World Marathon Majors und somit der einzige Marathon dieser Serie, der in Asien stattfindet. Der Tokyo Marathon geniesst einen hervorragenden Ruf, allerdings gilt es als schwierig, einen Startplatz zu erhalten. Ein Grossteil der 38&lsquo;000 Startpl&auml;tze wird &uuml;ber ein Losverfahren vergeben, wovon wiederum der Grossteil f&uuml;r japanische Teilnehmer vorgesehen ist.<br />Weitere M&ouml;glichkeiten, einen der begehrten Startpl&auml;tze zu erhalten, sind schnelle nachweisbare Zeiten bei anderen L&auml;ufen, M&auml;nner in der offenen Klasse unter 2.45 Std., Charity Organisationen oder Reiseveranstalter.<br />Die Charity-Spenden 2024 betrugen 5,128 Mio CHF.<br />&nbsp;<br /><strong>HelferInnen</strong><br />Es werden &uuml;ber 10'000 HelferInnen ben&ouml;tigt. Die Anmeldungen waren so hoch, dass eine Auslosung stattfand.<br />Die HelferInnen m&uuml;ssen sich verpflichten, je nach Einsatz und Aufgabe einen 1 &ndash; 3-t&auml;gigen Kurs zu absolvieren.<br />&nbsp;<br /><strong>Es geht los</strong><br />Am 28.02.2024 ging es endlich los. Vor uns liegt ein 12 Std.-Flug von Frankfurt nach Tokio mit 8 Std. Zeitverschiebung. Neben Jet-Lag und Reisestress ist auch die Ern&auml;hrung im Blick zu behalten. Aber das macht die 6-Star-Reise ja so spannend.<br />&nbsp;<br /><strong>Vor dem Lauf &ndash; Expo</strong><br />Das Abholen der Startunterlagen im Rahmen der Marathonmesse verlief sehr schnell und unkompliziert. Gegen Abgabe der Startbest&auml;tigung und vorzeigen eines Ausweises (Personalausweis oder Reisepass) werden die Unterlagen abgegeben (Startnummer mit Chip, T-Shirt). Auf der Startnummer sieht man, in welchem Block und Sektor man sich hinstellen muss. Bevor man die Startnummer erh&auml;lt, wird man mit einem Armband versehen. So wird sichergestellt, dass auch tats&auml;chlich der gemeldete L&auml;ufer im Startbereich erscheint. Das Messeangebot in Tokyo &auml;hnelt dem der Messen auf den anderen World-Marathon-Majors-Veranstaltungen. Einziger sofort bemerkbarer Unterschied ist der Ger&auml;uschpegel. Dieser liegt in Tokyo dank zahlreicher &laquo;mikrofonbewehrter&raquo; Ausstellungs- und Veranstaltungsst&auml;nde deutlich h&ouml;her! Im Anschluss an die Messe gingen wir noch auf den Tokyo Skytree Tower, die Aussicht und das Wetter waren super. Wir besuchten anschliessend die Shibuya Crossing, die meist frequentierte Kreuzung der Welt. Pro Gr&uuml;nphase &uuml;berqueren 2&lsquo;500 Leute die Kreuzung (kreuz und quer, zu Spitzenzeiten bis 12&rsquo;000). Die JapanerInnen sind sehr diszipliniert; deshalb funktioniert dies reibungslos und ohne Zwischenf&auml;lle.</div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/14-2-skytree_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Der 634 m hohe Tokyo Skytree Tower.</div> </div></div>  <div class="paragraph">&#8203;<strong>Friendship-Run</strong><br />Am Samstag fand noch der Friendship-Run statt, es waren ca. 5 km zu laufen. Da sind die L&auml;uferInnen in den Landesfarben geschminkt und tragen Fahnen und Kleider ihres Landes.<br />Nach dem Run besuchten wir den Sensoij-Tempel in Asakusa.<br />&nbsp;<br /><strong>Marathon Tag</strong><br />Am Morgen des Laufs fuhren wir um 6.30 Uhr mit zwei Bussen (vom Veranstalter zur Verf&uuml;gung gestellt) durch die sonnt&auml;glich ruhige Innenstadt von Tokyo zum Start (Fahrtzeit ca. 25 Min.). &Uuml;berhaupt war die Organisation des Marathons bis in jedes kleinste Detail absolut perfekt! Die Japaner sind sehr exakt, und wenn man den Instruktionen folgt, kann eigentlich nichts schiefgehen. Auch im Bereich Sauberkeit ist dieser Grossevent wirklich topp. Es ist alles sehr sauber und interessanterweise scheinen sich die Teilnehmer auch sehr diszipliniert an die Regeln zu halten, man will ja nicht auffallen oder am Ende gar noch disqualifiziert werden.<br />Der Zugang zum Startbereich war wie im Flughafen. Kontrolliert wurde Armband, Startnummer und Beutel (es sind keine eigenen Flaschen, Dosen u. &auml;. erlaubt), nur Gel.<br />Bis 08.45 Uhr musste man sich in seinem Startblock einfinden, wer sp&auml;ter dran war, musste sich hintenanstellen.<br />Die morgendliche Temperatur an diesem Sonntag betrug circa 4&deg; Celsius und sollte sich bis zum Mittag auf maximal 10&deg; Celsius steigern. Das Wetter w&auml;hrend des Laufs war teils sonnig und teils bew&ouml;lkt mit leichtem Wind im Hafenbereich. Beim Start hatte ich als K&auml;lteschutz einen Poncho aus Plastik und darunter eine Sweatshirt-Jacke (&uuml;ber meinem Laufshirt) an. Kurz vor der Startlinie konnte man die Kleider in bereitgestellte Boxen entsorgen, was ich auch tat.<br />Am weltgr&ouml;ssten Rathaus dem &laquo;Tokyo Metropolitan Government Building&raquo; startete der Marathon bei herrlichstem Laufwetter. P&uuml;nktlich um 9.10 Uhr wurden erst die Elitesportler &uuml;ber die Starlinie geschickt. Ich startete 15 Minuten sp&auml;ter meinen Lauf und wurde dabei etwas &uuml;berrascht, wie ruppig es doch hier zuging. Das hat mich bei all der japanischen Ordnung und H&ouml;flichkeit, die sonst an den Tag gelegt wird, etwas erstaunt. Der Tokyo-Marathon ist ein riesiges Ereignis und eine sportliche Reise durch die weltweit gr&ouml;sste Stadt.<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/14-3-tokyo_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Kurz nach dem Start, vorne in der Mitte Hansj&uuml;rg (mit weissem Leibchen).</div> </div></div>  <div class="paragraph">&#8203;Tokyo ist die mit Abstand sauberste Grossstadt, die ich je gesehen habe. Man sieht keinen Abfall auf den Strassen und Trottoirs! Auch die Laufstrecke ist frei von M&uuml;ll. Selbst an den Getr&auml;nke- und Verpflegungsstationen bem&uuml;hen sich fast alle L&auml;ufer, M&uuml;ll (Becher, Bananenschalen usw.) in die bereitstehenden Kartons zu werfen. Sollten doch L&auml;uferInnen ihren Becher stattdessen auf die Laufstrecke fallen lassen, so w&uuml;rde ich diesen Personen eine nicht-japanische Nationalit&auml;t unterstellen. Die Sauberkeit der Stadt dokumentiert sich auch im v&ouml;lligen Fehlen von Graffiti an W&auml;nden. Die ausschliesslich asphaltierten mehrspurigen Strassen, inmitten von Wolkenkratzern, f&uuml;hrten durch 12 Stadtteile, vorbei an riesigen Shopping-Centern und historischen Highlights wie dem Sensoji-Tempel, dem Kaiserpalast und dem Meiji-Schrein. Die unglaublich freundlichen und hilfsbereiten Japaner jubelten uns voller Wertsch&auml;tzung zu.<br />Die Startaufstellung l&auml;sst schon vor dem Lauf erahnen, dass nicht-japanische TeilnehmerInnen in der deutlichen Minderheit sind. Da auch der Frauenanteil im Vergleich zu den &uuml;brigen Majors Marathons viel niedriger ist, hat der Lauf einen stark m&auml;nnlichen und japanisch gepr&auml;gten Charakter.<br />Musikalische Unterst&uuml;tzung erhalten die L&auml;uferinnen und L&auml;ufer w&auml;hrend der Strecke auch. Ungef&auml;hr zehn &ndash; meistens vielk&ouml;pfige &ndash; Musik- und Tanzgruppen trugen mit ihren musikalischen und t&auml;nzerischen Auff&uuml;hrungen zur Unterhaltung und Anspornung der L&auml;uferInnen bei.<br />Die Getr&auml;nkest&auml;nde waren sehr lang. Vorbereitete Pappbecher waren leicht zu greifen oder wurden alternativ von vielen sehr freundlichen HelferInnen gereicht. Auf der Startnummer war die letzte Zahl wichtig betreffend der Getr&auml;nkest&auml;nde. Die Tischnummer muss mit deiner letzten Zahl auf der Startnummer &uuml;bereinstimmen, ansonsten wirst du h&ouml;flich weitergeschickt.<br />Die ersten 6 &ndash; 7 Kilometer ging es leicht bergab und danach war die Strecke flach. Das Laufen war angenehm, und schon oft wurden hier Bestzeiten erzielt, auch im 2024. Ich hatte oft das Gef&uuml;hl, von der L&auml;ufermasse wie von einem Sog mitgezogen zu werden. Die zweite H&auml;lfte der Strecke gestaltete sich ausschliesslich aus aufeinanderfolgenden Pendell&auml;ufen, oberfl&auml;chlich betrachtet sieht sie wie ein Kreuz aus. Auf einer Strassenseite ging es einige Kilometer in eine Richtung, um dann nach einer 360&deg;-Wende auf der anderen Seite zur&uuml;ckzulaufen. So konnte ich immer die bunte L&auml;ufermasse beobachten und hatte einen Blick auf die Schnelleren und deren Verfolger. Hierzu h&ouml;rte ich folgende zwei kontr&auml;re Meinungen: Eine Gruppe sieht diese Pendelstrecke psychologisch negativ, da einem Mittelklassel&auml;ufer beim &laquo;Hinweg&raquo; schon L&auml;ufer entgegenkommen. Eine andere Gruppe, zu der auch ich geh&ouml;re, sieht die Streckenf&uuml;hrung positiv, weil z. B. 4 Std.-L&auml;ufer ca. bei km 11 die Chance haben, die Spitzenl&auml;ufer auf der Gegenfahrbahn live zu sehen. Auch sieht man bei diesen Pendelstrecken deutlich gr&ouml;ssere Teile des riesigen L&auml;uferfeldes, als dies bei einer klassischen Streckenf&uuml;hrung der Fall ist. Es gibt total 9&nbsp;Kontrollpunkte, die in einer festgelegten Zeit passiert werden m&uuml;ssen, ansonsten wirst du aus dem Rennen genommen.<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/14-4-hansj-rg_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Hansj&uuml;rg Kummer unterwegs</div> </div></div>  <div class="paragraph">&#8203;Die maximale Zeit ist auf 7 Std. festgelegt. Die letzten 10 km sind ja immer die schwersten. Jedoch die Gewissheit, dass das Ziel in greifbarer N&auml;he ist und der Wille, diesen Marathon als den sechsten Lauf der World Marathon Majors Serie zu finishen, treiben mich voran, und trotz der Schmerzen und den aufkommenden Kr&auml;mpfen geht es einfach immer weiter. Der letzte Kilometer war f&uuml;r mich der sch&ouml;nste Abschnitt und f&uuml;hrte uns nach dem Schild &laquo;1 km to the finish&raquo; durch eine deutlich ruhigere Strasse. Wie Musik in meinen Ohren h&ouml;rte ich nur noch die rhythmischen Laufger&auml;usche der Marathonl&auml;ufer und hatte die ersten Gl&uuml;cksgef&uuml;hle und Tr&auml;nen in den Augen. Nach 800&nbsp;m liefen wir noch einmal eine Linkskurve und nach 200 m hatte ich, mit der Sonne im Gesicht, das Ziel an der Tokyo Station erreicht.<br />Nach &Uuml;berqueren der Ziellinie wurden die L&auml;ufer wieder in verschiedene Bereiche geleitet, abh&auml;ngig von der Farbe der Startnummer. In den jeweiligen Bereichen gab es Wasser, anschliessend die lang ersehnte Finisher-Medaille, die mit einer pers&ouml;nlichen Gratulation &uuml;berreicht oder umgeh&auml;ngt wurde und einen kleinen Beutel mit Zielverpflegung. Diese war allerdings sehr d&uuml;rftig (Erdnussbuttertoast, Wasser, Banane und ein Recovery-Brei).<br />Es folgte die Aush&auml;ndigung eines sch&ouml;n bedruckten Ponchos &ndash; als sinnvolle Alternative zu einer W&auml;rmefolie &ndash; mit den Worten &laquo;The day we unite&raquo; und des Datums des Marathon-Laufes in Tokyo.<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/14-5-poncho_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Geschafft, Hansj&uuml;rg Kummer mit dem w&auml;rmenden Poncho.</div> </div></div>  <div class="paragraph">&#8203;Anschliessend bin ich auf den 6-Star Highway eingebogen und habe die spezielle World Marathon-Majors-Six-Star-Medaille abgeholt. Es war ein &laquo;saugutes&raquo; Gef&uuml;hl.<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/14-6-six-star-medaille_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Die World Marathons-Six Star Medaille; mehr zu den 6 Marathon Majors im nachfolgenden Beitrag in diesem Heft.</div> </div></div>  <div class="paragraph">&#8203;<strong>Mein pers&ouml;nliches Fazit:</strong><br />Ein absolut perfekt organisierter Marathonlauf in einer h&ouml;chst attraktiven Stadt mit einer Streckenf&uuml;hrung, die an vielen st&auml;dtischen H&ouml;hepunkten vorbeif&uuml;hrt. Die &uuml;beraus menschliche Anteilnahme und W&auml;rme aller HelferInnen an der Strecke und im Zielbereich bleiben in bester Erinnerung.<br />F&uuml;r mich war der Tokyo Marathon ein grossartiges, unvergessliches Erlebnis.<br /></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Expeditionsbergsteigen mit Chantal Hirt]]></title><link><![CDATA[https://allblacksthun.weebly.com/blog/expeditionsbergsteigen-mit-chantal-hirt]]></link><comments><![CDATA[https://allblacksthun.weebly.com/blog/expeditionsbergsteigen-mit-chantal-hirt#comments]]></comments><pubDate>Wed, 15 May 2024 06:03:41 GMT</pubDate><category><![CDATA[2024]]></category><guid isPermaLink="false">https://allblacksthun.weebly.com/blog/expeditionsbergsteigen-mit-chantal-hirt</guid><description><![CDATA[- Chantal Hirt &amp; Roland Riedener, Fotos von Chantal Hirt -Wenn Chantal Hirt nicht gerade in den Bergen unterwegs ist, sieht man sie manchmal im Training bei All Blacks Thun, vor allem, wenn ein Berglauftraining auf dem Programm steht. So schnappte ich mal ein paar Worte auf &uuml;ber eine bevorstehende Expedition in S&uuml;damerika. Ich dachte, das k&ouml;nnte etwas f&uuml;rs Bulletin werden.Roland: Wie kommt es, dass du dich so gerne in den Bergen aufh&auml;ltst?Chantal: Ich bin im Toggenbu [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="paragraph"><em>- Chantal Hirt &amp; Roland Riedener, Fotos von Chantal Hirt -</em><br /><em>Wenn Chantal Hirt nicht gerade in den Bergen unterwegs ist, sieht man sie manchmal im Training bei All Blacks Thun, vor allem, wenn ein Berglauftraining auf dem Programm steht. So schnappte ich mal ein paar Worte auf &uuml;ber eine bevorstehende Expedition in S&uuml;damerika. Ich dachte, das k&ouml;nnte etwas f&uuml;rs Bulletin werden.<br /></em><br /><em>Roland: Wie kommt es, dass du dich so gerne in den Bergen aufh&auml;ltst?<br /></em>Chantal: Ich bin im Toggenburg, hinter den Churfirsten aufgewachsen, zuerst in Ebnat Kappel, gleich neben dem Skilift. Aber das ist nicht der Grund. Es begann, als mich meine Mutter mit 11 Jahren in ein Kletterlager steckte. &laquo;So, da gehst du jetzt mal hin!&raquo;, hiess es.&nbsp; Das war der Startschuss. Draussen zu sein, das war sowieso immer mein Favorit.<br />Darin begr&uuml;ndet sich auch meine Lehre als P&ouml;stlerin &laquo;Logistikerin Distribution&raquo;. Es hat mir gefallen, am Morgen 2 Stunden drinnen vorzubereiten und dann den ganzen Tag draussen zu sein, alleine, ohne Chef&hellip;<br /><br />Dass ich sp&auml;ter im Tourismus arbeiten w&uuml;rde, schwebte mir schon fr&uuml;h vor. Es war auch meine Motivation, besser Franz&ouml;sisch zu lernen. Ich z&uuml;gelte nach Lausanne f&uuml;r ein Jahr, arbeitete dort ebenfalls f&uuml;r die Post. Das Lernen von Franz&ouml;sisch hat recht gut geklappt, einfach so, &laquo;on the Job&raquo;. Aber alles in allem war es ein schlimmes Jahr f&uuml;r mich, wahrscheinlich war ich als junge Frau einfach &uuml;berfordert. Das Leben in einer grossen Stadt mit so vielen Leuten um mich herum und dem Gef&uuml;hl, trotzdem irgendwie nicht dazu zu geh&ouml;ren, machte mir zu schaffen.<br /><br />Mein Weg ging weiter nach Samedan im Oberengadin. An der &laquo;Academia Engiadina&raquo; studierte ich mitten in der wundersch&ouml;nen Bergwelt f&uuml;r 2 Jahre die F&auml;cher &laquo;Tourismus, Marketing und Eventmanagement&raquo;.<br /><br /><em>Zum anschliessenden einj&auml;hrigen Praktikum kann man auf der Webseite des Vereins &laquo;GlaciersAlive&raquo; lesen:</em><br />&laquo;<em>Chantal Hirt: Dipl. Tourismusfachfrau und Bergsteigerin. Durch ihr Studium an der HFT in Samedan und ihr Praktikum im Zentrum f&uuml;r angewandte Glaziologie hat sie den Verein &laquo;GlaciersAlive&raquo; kennengelernt. Hier &uuml;bernimmt sie die Mitglieder-Verwaltung und Organisation der Exkursionen.&raquo;</em><br />Das hat mir sehr gefallen, da bin ich aufgelebt.<br />&#8203;<br /><em>Konntest du im Engadin deinem Hobby fr&ouml;nen?</em><br />Sehr, da war ich mitten drin. Schon mit 15 Jahren habe ich mit Skitouren angefangen, es kamen das Klettern in Fels und Eis und auch Hochtouren dazu. Alle Facetten des Bergsports haben es mir angetan.<br />Im Jahr 2022 bestieg ich mit meinem damaligen Partner meinen ersten 7&lsquo;000er, den Pik Lenin, den h&ouml;chsten Berg im n&ouml;rdlichen Teil des Pamir Gebirges. Er ist mit 7&lsquo;134 m imposant hoch, vom Expeditionsbergsteigen her und bergtechnisch gesehen zwar ein eher einfacher Berg, aber mit einer H&ouml;he, die herausfordernd ist.<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/21-1-pik-lenin_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Kochen auf der Expedition zum Pik Lenin</div> </div></div>  <div class="paragraph">Meine Ausbildung und diese Expedition waren eine gute Referenz, um meine heutige Anstellung in Bern zu bekommen. Ich arbeite bei &laquo;K &amp; P&raquo; Kobler &amp; Partner, die Bergf&uuml;hrer, einem kleinen Unternehmen, das grossartige Bergerlebnisse in der ganzen Welt organisiert.<br /><br /><em>Erz&auml;hl uns etwas von der t&auml;glichen Arbeit, bevor wir auf diese S&uuml;damerika-Expedition zu sprechen kommen.</em><br />Ich besetze den einzigen 100 % B&uuml;rojob in der Firma und sitze vielfach alleine im Office in Bern; im Marketing habe ich noch eine Teilzeit-Unterst&uuml;tzung. Wir organisieren weltweit bestens organisierte Expeditionen, Hochtouren und Trekkings unter professioneller Leitung. In unserer Sparte sind wir auf der ganzen Welt ein Begriff. Wir organisieren individuelle Touren und haben auch ein regul&auml;res Angebot. Du kannst bei uns Eiger, M&ouml;nch und Jungfrau buchen, aber auch Mont Everest-Besteigungen. Je nach Wunsch organisieren wir das ganze Paket, von der Reise &uuml;ber die Bergf&uuml;hrer, das Equipment und das ganze Drum und Dran, auf praktisch jeden Berg.<br /><br />Es ist meine Aufgabe, f&uuml;r unsere Kunden etwas auf die Beine zu stellen, etwas zu erm&ouml;glichen, das sie selber nicht organisieren k&ouml;nnen. Das ist sehr cool und h&auml;ngt mit dem Event Management zusammen, das ich studiert habe.<br /><br />Ich informiere die m&ouml;glichen Kunden &uuml;ber die Anforderungen f&uuml;r eine Tour, was es braucht an Ausr&uuml;stung und Erfahrungen, wie es mit der Fitness und der Bergtauglichkeit aussieht usw. Schnell ist man mit den Leuten in sehr pers&ouml;nlichem Kontakt. Wir wollen ja, dass jede Tour gut zu Ende gef&uuml;hrt werden kann und dass unsere Kunden wieder gesund nach Hause zur&uuml;ckkehren.<br />&#8203;<br /><em>Wohin f&uuml;hrte dich die Expedition, von der du gerade zur&uuml;ckkommst?</em><br />Es ging auf einen der 7 Summits, den Aconcagua in Argentinien, mit 6961 m der h&ouml;chste Berg ausserhalb Asiens. Das ist eine regul&auml;re Tour, die bei uns viel gebucht wird.<br /><em>So wird die Tour auf der Webseite von </em><em>&laquo;</em><em>K&amp;P</em><em>&raquo; </em><em>beworben:</em><br />- - - - -<br /><ul><li>Aconcagua mit Bergf&uuml;hrer:in aus CH/AT/DE.</li><li>Aconcagua 360&deg; - Aufstieg durch das wilde Valle Vacas, Abstieg durch das Valle Horcones.</li><li>K&amp;P unterhalten drei Basislager am Aconcagua: Plaza Argentina, Confluencia und Plaza de Mulas.</li><li>Sicherheit am Berg: K&amp;P, die einzige Agentur in Argentinien, die &uuml;ber Sauerstoff-Systeme, wie im Himalaya, bei einer evtl. H&ouml;henkrankheit vor Ort, zur Verf&uuml;gung stellen kann.</li><li>Aconcagua 360&deg; - 1 Bergf&uuml;hrer:in pro 4 Teilnehmer:innen.</li><li>Aconcagua de luxe - die Bergf&uuml;hrer kochen in den Hochlagern.</li><li>Hochlager mit Komfort - Dining Tents in allen Hochlagern.</li></ul></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/21-2-karte_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Karte der Expedition auf und um den Aconcagua</div> </div></div>  <div class="paragraph">Nach Weihnachten 2023 ging es los, Flug &uuml;ber Madrid, Santiago de Chile und wieder ein St&uuml;ck zur&uuml;ck &uuml;ber die Anden auf Mendoza in Argentinien.<br /><br />Material checken, Mietmaterial holen, Permits l&ouml;sen, alles wurde von unserer Agentur vor Ort gut vorbereitet. Wir erkunden die Gegend, und nach zwei N&auml;chten geht es mit dem Bus los zum Ausgangspunkt &laquo;Punta de Vacas&raquo; (2&lsquo;400 m). Wir freuen uns, uns endlich wieder selber bewegen zu k&ouml;nnen.<br />&#8203;<br />Es geht auf einen 3-t&auml;gigen Anmarsch ins Basecamp auf 4&lsquo;200 m. Wir durchwandern unwahrscheinlich sch&ouml;ne, abwechslungsreiche Landschaften, sehen Guanakos und Kondore und immer wieder den m&auml;chtigen Aconcagua. Lokale Tr&auml;ger mit ihren Maultieren tragen unsere Ausr&uuml;stung, wir sind nur mit Tagesrucks&auml;cken unterwegs. In den Camps k&ouml;nnen wir das Aufstellen unserer 2er-Zelte &uuml;ben. Tags&uuml;ber ist es am ersten Tag noch &uuml;ber 30&deg; warm, hier ist ja Sommer. Langsam laufen und viel trinken wird uns immer wieder nahegelegt, der Akklimatisationsprozess beginnt schon jetzt.<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/21-3-anmarsch_orig.jpeg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Chantal Hirt auf dem 3-t&auml;gigen Anmarsch zum Basecamp</div> </div></div>  <div class="paragraph">Angekommen im gut eingerichteten Basecamp legen wir einen Ruhetag ein. Zum Gl&uuml;ck, denn ich f&uuml;hlte mich schon auf dem ganzen Marsch nicht so gut. Ich muss beim Ankommen sogar erbrechen. Was ist es nur? Wir sind noch nicht extrem hoch gestiegen, ich war jedenfalls schon x-mal in h&ouml;heren Gefilden unterwegs, ohne es auf diese Art zu sp&uuml;ren.<br /><br />Zum Gl&uuml;ck ist das Basecamp gut eingerichtet, da steht f&uuml;r die ganze Saison ein grosses Domzelt, wo man sich aufhalten kann. Nach einer Dusche und viel trinken geht es auch&nbsp; wieder besser. Es gibt eine Leseecke mit grossem Kissen, man ist vom Wind gesch&uuml;tzt, es wird f&uuml;r einem gut gekocht oder besser gesagt, grilliert, wir sind ja in Argentinien! Fleisch gibt es immer, und es ist auch lecker, besonders mit ein bisschen Salat oder Gem&uuml;se dazu. Tags&uuml;ber wird es immer noch um die 10&deg;, nachts aber schon recht unter 0&deg;, die Zelte sind morgens immer gefroren. Ein bisschen spazieren gehen und packen f&uuml;r die n&auml;chsten Tage ist jetzt angesagt. Es ist super Wetter, strahlend blauer Himmel, aber immer recht viel Wind.<br /><br />Dann geht es hoch ins Lager 1 auf 5000 m, das sind etwa 800 H&ouml;henmeter, Material hochtransportieren war angesagt, x-mal habe ich erbrochen. Ich bekam Angst, aufgeben zu m&uuml;ssen, ich der &laquo;B&uuml;rogummi&raquo; des Organisators, diejenige, die immer Auskunft gibt, da habe ich mich selber ein wenig unter Druck gesetzt gef&uuml;hlt, obwohl ich grunds&auml;tzlich als Teilnehmerin dabei war. Am gleichen Tag steigen wir wieder ab und verbringen darauf wieder einen ganzen Tag im Basecamp, um unserem K&ouml;rper Zeit zu geben, sich an die gestrige Anstrengung zu gew&ouml;hnen. Zum Gl&uuml;ck f&uuml;hle ich mich jetzt langsam besser, denn morgen geht es definitiv h&ouml;her hinauf. Am Abend m&uuml;ssen wir noch zum allgemeinen Arztcheck, und unsere F&uuml;hrer geben uns die letzten Infos zum Ablauf der n&auml;chsten Tage.<br />&nbsp;<br />Tag 7 der Expedition: Heute geht&rsquo;s gaaanz langsam wieder hoch ins Lager 1. Jeder ist mit sich, dem doch eher schweren Rucksack, den gleichm&auml;ssigen Schritten und den eigenen Gedanken besch&auml;ftigt. Als wir oben ankommen, gibt es Fleisch, K&auml;se, Oliven, Kekse und Darvida&hellip; oder zumindest so etwas &Auml;hnliches. Heute f&uuml;hlen sich (im Vergleich zum ersten Aufstieg) alle gut. Trotzdem gehen wir fr&uuml;h schlafen.<br />&#8203;<br />Tag 8: Mit schwerem Rucksack geht&rsquo;s heute einen steilen Hang hoch bis es abflacht, und dann fast geradeaus ins Lager 2 auf 5520 m geht. Doch heute sp&uuml;ren alle, dass es deutlich k&auml;lter und vor allem windiger ist. Oben angekommen st&auml;rken wir uns und legen uns f&uuml;r einige Minuten in die Sonne&hellip; weil es grad nicht windet. Wir steigen wieder ab ins Lager 1. &laquo;Go high, sleep low&raquo;, ist ein viel geh&ouml;rter Satz im H&ouml;henbergsteigen.<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/21-4-ausruhen_orig.jpeg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Beim Ausruhen im Lager 1. Im Hintergrund ist ein kleines Feld B&uuml;sserschnee zu erkennen</div> </div></div>  <div class="paragraph">Nachts hat es uns fast weggeblasen, zumindest f&uuml;hlte es sich so an. Zugegeben, ich schlafe gerne im Zelt, aber es ist unheimlich, wenn es dir so vorkommt, als halte dein Zelt dem Wind nicht mehr stand. Entsprechend m&uuml;de steigen wir am n&auml;chsten Tag mit dem restlichen Material wieder ins Lager 2 hoch. Heute erfreuten wir uns an einem super feinen Abendessen mit Fleisch und Reis und genossen einen atemberaubenden Sonnenuntergang&hellip; M&uuml;de, aber happy, gehen auch heute alle fr&uuml;h schlafen. Unsere Guides geben per Funk dem Basecamp Bescheid, dass wir sicher ins Lager 3 steigen und dann auf der anderen Seite des Bergs Richtung Basecamp &laquo;Plaza de Mulas&raquo; absteigen werden. Das bedeutet, dass sich die Maultiere mit unserer Ausr&uuml;stung nun aufmachen und um den Berg herumlaufen m&uuml;ssen, um uns Tage sp&auml;ter bei &laquo;Plaza de Mulas&raquo; wieder in Empfang zu nehmen.<br /><br />Tag 9: Wetterbedingt beschliessen wir, einen Ruhetag einzulegen. Spazieren, schlafen und Podcast h&ouml;ren ist angesagt. Das Wetter ist zwar besser als vorhergesagt, aber die Sicherheit geht vor.<br /><br />Grunds&auml;tzlich ist der ganze Berg technisch relativ einfach, es ist vieles einfach &laquo;wandern&raquo;. Nur am Gipfeltag muss man ab und zu leicht klettern. Wir haben viel B&uuml;sserschnee angetroffen, eine spezielle Schneeart, pickelhart mit aufragenden Eiszapfen, wo man fast nicht durchkommt, nicht einfach zu begehen. Ich hatte einen 60 l Rucksack zu tragen, knapp 20 kg schwer mit M&auml;tteli, Schlafsack, Kleidern, Steigeisen, Pickel, Essen und viel Wasser (Minimum 4 Liter pro Tag).<br /><br />Man ist hier oben richtig dick angezogen, etwas, das man von unseren Alpen her nicht so gewohnt ist. Man tr&auml;gt auch Expeditionsstiefel, die sind besser ausgestattet als die &uuml;blichen Bergschuhe, sind h&ouml;her, haben einen isolierten Innenschuh und eignen sich f&uuml;r extrem kalte Bedingungen.<br />&#8203;<br />Tag 10: Die ganze Gruppe steigt heute mit allem Gep&auml;ck auf einmal ins Lager 3 auf 6000 m. Es wird streng heute! Schleppen, atmen, Pause, schleppen, atmen, ein Schritt vor den anderen. Kurz vor dem Lager m&uuml;ssen wir noch eine Steilstufe hinunterklettern. Mit Fixseilen und der super Unterst&uuml;tzung der 3 F&uuml;hrer schaffen wir das. Richtig viel essen mag heute niemand&hellip; Hier &uuml;bernachten wir nur einmal, von Schlafen kann man nicht reden. Der K&ouml;rper kann sich auf dieser H&ouml;he fast nicht mehr erholen. Es wird eine kalte, windige und kopfschmerzvolle Nacht.<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/21-5-lager-3_orig.jpeg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Das Lager 3 auf 6000 m</div> </div></div>  <div class="paragraph">Nach einem Fr&uuml;hst&uuml;ck im Zelt geht es um 4 Uhr in der Nacht los, eigentlich sp&auml;t, daf&uuml;r geht nach nur 2 Stunden die Sonne auf und macht die K&auml;lte ertr&auml;glicher. Eine Person kommt nicht mehr mit und wartet im Lager, zwei weitere kehren nach kurzer Zeit gesundheitsbedingt auch wieder zur&uuml;ck. Wir k&auml;mpfen uns vorw&auml;rts und erleben wieder einen grandiosen Sonnenaufgang.<br /><br />Starke Windb&ouml;en begleiten uns. Zeitweise bewegen wir uns gar auf allen Vieren. Ein F&uuml;hrer musste mich mal am Rucksack festhalten, ich hatte Angst, weggeweht zu werden. Wir bilden Seilschaften, nur wegen des Winds, vom Gel&auml;nde her w&auml;re es nicht notwendig. Es ist minus 20&deg;, Windb&ouml;en gesch&auml;tzt von 150 km/h zerren an unseren K&ouml;rpern. Wir kommen auf eine H&ouml;he von ungef&auml;hr 6500 m, der Gipfel w&auml;re auf 6952 m. Von unserer 12er Gruppe sind nur noch 7 Teilnehmende und 2 F&uuml;hrer. Ich habe langsam kalte F&uuml;sse. Unsere Guides machen uns klar, dass wir umkehren m&uuml;ssen, weil wir den Gipfel kaum mehr erreichen k&ouml;nnen, Sicherheit geht vor. Sollte uns auf dieser H&ouml;he etwas zustossen, w&auml;ren wir nicht mehr f&auml;hig, rasch zu reagieren. Nat&uuml;rlich sind wir entt&auml;uscht, wir wissen aber auch, dass es die richtige Entscheidung ist. Der Tag wird n&auml;mlich noch lange nicht zu Ende sein!<br />&#8203;<br />So steigen wir wieder ab ins Lager 3. Die einen schl&uuml;rfen eine Suppe zur St&auml;rkung, andere legen sich einfach ins Zelt. Nach dem Mittag heisst es, Zelte abbauen, alles zusammenpacken und uns Richtung Basecamp &laquo;Plaza de Mulas&raquo; auf der anderen Bergseite aufzumachen. Es sind 2000 H&ouml;henmeter, aber in gut begehbarem, leichtem Schottergel&auml;nde. Jeder verlorene H&ouml;henmeter tut dem K&ouml;rper so gut, es wird w&auml;rmer, es gibt wieder mehr Sauerstoff.<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/21-6-abstieg_orig.jpeg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Auf dem Abstieg am Gipfeltag zum Basecamp &laquo;Plaza de Mulas&raquo; auf der anderen Seite des Bergs</div> </div></div>  <div class="paragraph">M&uuml;de, schmutzig und staubig kommen wir im Camp an. Wir freuen uns auf eine warme Dusche. Aber sie bleibt uns verwehrt, es herrscht akute Wasserknappheit im gesamten Camp. Wenigstens haben wir Zugang zu einem frischen Shirt, denn unsere Maultiere sind auch schon da. Die Dusche muss warten bis wir zur&uuml;ck in Mendoza sind. So ist das eben am Berg. Ein letztes Mal blasen wir unsere Isomatten auf und kuscheln uns in die Schlafs&auml;cke.<br /><br />Tag 12: Es wird nochmals ein langer Tag. M&uuml;hsam, aber daf&uuml;r ein letztes Mal, bauen wir unsere Zelte ab, verstauen das Material auf die Mulis und laufen mit leichtem Gep&auml;ck los. Sehr z&uuml;gig wandern wir in rund 6 Stunden das ewig lange Tal hinaus. Wahnsinnig eindr&uuml;ckliche Landschaftsformationen belohnen uns daf&uuml;r. Eine riesige pilzf&ouml;rmige Wolke &uuml;ber dem Gipfel des Aconcagua weist auf weiterhin st&uuml;rmische Winde hin &ndash; also w&auml;re auch heute kein Gipfeltag m&ouml;glich gewesen.<br /><br />Angekommen beim Bus, bringt uns dieser mit unserer gesamten Ausr&uuml;stung in 3-st&uuml;ndiger Fahrt nach Mendoza. Kurz nach der Abfahrt schlafen fast alle ein&hellip; Gegen 22 Uhr kommen wir im Hotel an. Mehrmaliges Duschen ist angesagt, nach zweimal Haare waschen kommt immer noch braunes Wasser...<br /><br />Mit ein paar anderen lasse ich es mir nicht nehmen, noch f&uuml;r einen Snack in die Stadt zu gehen, f&uuml;r unseren F&uuml;hrer Konrad wurde es dann ein 600 Gramm Steak!<br /><br />Es bleiben 2 Tage zum Ausschlafen, Stadtbummeln, Sightseeing, Essen und Geniessen, bevor die meisten der Gruppe wieder heimfliegen.<br /><br />Es war eine absolut geniale Expedition! Wundersch&ouml;ne, eindr&uuml;ckliche Landschaft, super Guides, feines Essen und vor allem, eine gut harmonierende Gruppe. Ich f&uuml;r meinen Teil durfte diese Expedition als Teilnehmerin begleiten. Es war spannend, die Arbeit, die wir im Office verrichten, dann selber in Argentinien zu erleben. F&uuml;r mich eine super Erfahrung, es war die zweite Expedition an einem hohen Berg, ich habe viel gelernt, was f&uuml;r meine Arbeit sehr wertvoll sein wird.<br />&#8203;<br />F&uuml;r mich ging es mit meiner Kollegin Valentina weiter auf Patagonien auf ein Trekking. Dazu mehr in einem n&auml;chsten Blog.<br /></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Detrás de los horizontes – Hinter den Horizonten]]></title><link><![CDATA[https://allblacksthun.weebly.com/blog/detras-de-los-horizontes-hinter-den-horizonten]]></link><comments><![CDATA[https://allblacksthun.weebly.com/blog/detras-de-los-horizontes-hinter-den-horizonten#comments]]></comments><pubDate>Tue, 09 Apr 2024 13:51:08 GMT</pubDate><category><![CDATA[2024]]></category><guid isPermaLink="false">https://allblacksthun.weebly.com/blog/detras-de-los-horizontes-hinter-den-horizonten</guid><description><![CDATA[- Simon Gfeller &amp; Roland Riedener; alle Bilder aus dem Facebook Account von Simon -      Simon Gfeller auf dem Umschlag seines Buches «Detrás de los horizontes»   &#8203;Im B&uuml;chergestell des Trainingslokals liegt obenauf ein Buch mit dem Titel &laquo;Detr&aacute;s de los horizontes&raquo;. Und wahrlich, das Buch f&uuml;hrt einem hinter einen Horizont, von dem man glaubte, das sei jetzt die Grenze, bis dorthin ist es noch fassbar.Auf der ersten Umschlagseite steht eine Widmung: &laquo [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="paragraph"><em>- Simon Gfeller &amp; Roland Riedener; alle Bilder aus dem Facebook Account von Simon -</em><br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/10-1-buch_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Simon Gfeller auf dem Umschlag seines Buches &laquo;Detr&aacute;s de los horizontes&raquo;</div> </div></div>  <div class="paragraph">&#8203;<em>Im B&uuml;chergestell des Trainingslokals liegt obenauf ein Buch mit dem Titel </em><em>&laquo;</em><em>Detr&aacute;s de los horizontes&raquo;. Und wahrlich, das Buch f&uuml;hrt einem hinter einen Horizont, von dem man glaubte, das sei jetzt die Grenze, bis dorthin ist es noch fassbar.<br /></em><br /><em>Auf der ersten Umschlagseite steht eine Widmung: &laquo;F&uuml;r Stefan von Simon&raquo;. Hmm, das muss ich mal mitnehmen und schauen, was da drin steht.<br /></em><br /><em>Simon Gfeller aus Unterlangenegg hat das Buch geschrieben. Simon who?<br /></em><br /><em>Auf Facebook sehe ich, dass viele All Blacks Thun-Mitglieder mit Simon Gfeller befreundet sind, bin ich etwa selber ein wenig hinter dem Horizont? Ein Text vom Jahr 2017, womit sich Simon vorstellt heisst:</em><br />&laquo;Seither haben sich die Dinge ge&auml;ndert!<br /><br />Ich h&auml;tte nie gedacht, dass ich gerne laufen w&uuml;rde, und erinnerte mich daran, dass ich Laufen und Sportveranstaltungen in der Schule als kleine Junger gehasst hatte. Ich war klein, schrecklich schwach, langsam und sehr, sehr mager <em>(ein richtiger Hungerturm unter den &laquo;ch&auml;chen&raquo; Bauernbuben, wie er sich sp&auml;ter mir gegen&uuml;ber &auml;usserte. Das &auml;nderte sich dann allerdings sp&auml;ter, und wie&hellip;).<br /></em><br />Ich h&auml;tte nie gedacht, dass Ultra-Trailrunning, jetzt, viele Jahre, sp&auml;ter meine Sicht auf Laufveranstaltungen so ver&auml;ndern w&uuml;rde und ich so viel Motivation aufbringen k&ouml;nnte, um Ultra-Langstreckenrennen zu bestreiten.<br /><br />Die Dinge &auml;nderten sich, als ich die Schule verliess, aufwuchs und K&ouml;rper und Geist st&auml;rkte. Dann wurde ich in der Schweizer Armee zum Gebirgsj&auml;ger-Soldat ausgebildet. Neben anderen Sportarten betrieb ich auch jahrelang Karate und erlangte den schwarzen Gurt.<br /><br />Das alles geschah, bevor ich mit 27 Jahren nach Spanien zog, um die Sprache zu lernen und dort zu arbeiten. Jahre sp&auml;ter begann ich zu laufen, um mich in Form zu halten, weil ich wegen einer vor einigen Jahren erlittenen R&uuml;ckenverletzung nicht mehr Karate trainieren und meinen Lieblingssport aus&uuml;ben konnte. Und pl&ouml;tzlich f&uuml;hlte ich mich sehr inspiriert beim Laufen! Das war vor f&uuml;nf Jahren, als ich mit dem Laufen begann&hellip; und eine neue &Auml;ra in meinem Leben anfing.&raquo;<br /><br /><em>Roland: Dann startete also heute vor 12 Jahren die Karriere von Simon Gfeller, sie brachte ihn an die Spitze der Ultra-Trail L&auml;ufer.<br /></em><br /><em>Wie kommt es zu dieser Widmung an Stefan D&auml;hler im Buch?<br /></em><br />Simon: Mit Stefan hatte ich viel Karate trainiert. Wir erreichten beide den schwarzen Gurt. Stefan hat danach sogar eine eigene Karateschule gegr&uuml;ndet.<br /><br /><em>Roland: Wieso bist du nach Spanien gezogen?<br /></em><br />Simon: Nach meiner Lehre als Schreiner arbeitete ich nicht mehr auf diesem Beruf, er hat mir einfach nicht zugesagt. Ich arbeitete viel auf dem Bau, wusste eigentlich nicht so recht, was ich wollte. Gerade im Winter sind die Tage lang, du bist immer draussen, es ist kalt, und es ist dunkel, wenn du anf&auml;ngst, und es ist dunkel, wenn du aufh&ouml;rst.<br /><br />Spanien hatte mich schon immer angezogen. Ich war jung und wollte noch etwas erleben. Da ging ich mal f&uuml;r drei Monate hin, um die Sprache zu lernen. Und Spanien war ganz anders, der Tagesablauf, die Traditionen und alles. Es l&auml;uft immer etwas, es ist immer viel Leben auf der Strasse. Es ist heller, und das gefiel mir sehr.<br /><br />Nach diesen drei Monaten sagte ich mir, das kann es ja nicht gewesen sein. Ich gehe wieder, ich will noch mehr davon und packte die Koffer. Ich hatte den Eindruck, in Spanien sei alles irgendwie viel positiver. Ich lernte meine Frau kennen und fand auch immer Arbeit, meist administrativer Art, sei es im Tourismus, im Handel, in einer Sprachschule oder im Gesundheitswesen.<br /><br />Wir leben in Benalm&aacute;dena Pueblo, einer Stadt an der Costa del Sol in Andalusien mit 75&lsquo;000 Einwohnern. Im Moment lebe ich aber hier in der Schweiz und pendle immer wieder nach Andalusien. Die Priorit&auml;ten haben sich verschoben. Meine Arbeit und meine angestammte Familie hier sind der Grund. Hier m&ouml;chte ich jetzt auch wieder mal Zeit verbringen.<br />&nbsp;<br />Ich habe Grosses erlebt, bin viel herumgekommen, brauche eigentlich l&auml;uferisch den Leuten und mir selber nicht mehr viel zu beweisen. So viel habe ich gemacht. Klar, oft denke ich zur&uuml;ck, gerade letztes Jahr, wo ich an vielen L&auml;ufen wieder einen der begehrten und limitierten Startpl&auml;tze bekommen h&auml;tte, um mich mit meinen Kollegen zu messen.<br />&#8203;<br /><em>Roland: Was brachte dich urspr&uuml;nglich dazu, mit Laufsport anzufangen?</em><br />Simon: Ich sage mal, aus Langeweile und durch Zufall. Ich mache grunds&auml;tzlich gerne Sport und wollte auch in Spanien etwas machen. Einfach nur Fitness ist nicht so mein Ding, ich habe kein Bed&uuml;rfnis, ohne Ende Muskeln aufzubauen. Da waren aber die Kollegen meiner Frau, die sich regelm&auml;ssig zum Joggen treffen. &laquo;Geh doch auch mal mit!&raquo;, riet sie mir. Das war der Anfang, es hat mir, zu meinem eigenen Erstaunen, gut gefallen, bis anhin hatte ich mit Laufsport wirklich &uuml;berhaupt nichts am Hut. Dann habe ich weiter und weiter gemacht, regelm&auml;ssig.<br />&nbsp;<br />Zwischendurch nehmen meine Laufkollegen an einem sehr popul&auml;ren Lauf in der Gegend teil, es ist eigentlich mehr ein Marsch. Er wird von der spanischen Fremdenlegion organisiert und ist unglaublich popul&auml;r. Sobald die Anmeldung anl&auml;uft, sind tausende von Startpl&auml;tzen innert Minuten weg. &laquo;Jetzt komm doch auch mal mit!&raquo;, legten sie mir nahe.<br />&nbsp;<br />Ich bin einer, der als Einzelsportler am besten funktioniert, bin eher ein Einzelg&auml;nger, nicht gemacht f&uuml;r Sport in einer Gruppe. Aber dann wollte ich doch auch einmal an einem Lauf teilnehmen, einfach f&uuml;r mich selber. Doch ich fand gerade nichts Geeignetes in der Gegend ausser einem 124 km Lauf. Da meldete ich mich sofort an. Mein erster Lauf &uuml;berhaupt sollte es werden.<br />&nbsp;<br />&laquo;Geht es eigentlich noch? Du spinnst wohl! Fang doch mit etwas Normalem an, einem 10er oder einem Halbmarathon! Du kannst doch nicht gleich am Anfang eine solche Distanz laufen!&raquo;. &laquo;Nein, nein, ich will etwas Richtiges machen! Das habe ich jetzt so beschlossen&raquo;.<br />&nbsp;<br />Und es ist mir gut gegangen, sehr gut. Ich wurde 14ter in der Gesamtwertung. Und mir war klar, das liegt mir, diese langen Distanzen, das ist jetzt etwas f&uuml;r mich. Ich schaute mich immer wieder nach langen L&auml;ufen um, und als ich sie in Spanien nicht mehr finden konnte, ging ich vermehrt ins Ausland.</div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/10-2-salomon_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">&laquo;Salomon Hammer Trial&raquo; 2016 in D&auml;nemark (170 km). Das Podium mit Simon Gfeller auf dem ersten Platz.</div> </div></div>  <div class="paragraph">&#8203;Im Jahr 2015, startete ich bei meinem ersten Ultra-Trail &uuml;ber eine Distanz von mehr als 200 km. Es war der Hexensteig Ultra-Trial mit Start und Ziel in Osterode im S&uuml;dosten von Niedersachsen. Er f&uuml;hrt &uuml;ber 219 km, und es gab 4&lsquo;500 H&ouml;henmeter zu &uuml;berwinden. Das war mein erster Lauf, an dem ich mich am GPS-Track orientieren musste, weil er nicht ausgeschildert ist. Bekannte Ausdauer-Athleten waren am Start, ich kannte noch nicht viele, schliesslich war ich erst seit 2,5 Jahren in der Szene.<br />&nbsp;<br />Sich vom GPS leiten zu lassen war f&uuml;r mich ungewohnt. Wenn du zum Beispiel beim Aufstieg auf den Brocken (Berg im Mittelgebirge Harz) &uuml;ber ein offenes Schneefeld l&auml;ufst und nirgends eine Spur siehst, wirst du schon unsicher. Wenn du f&uuml;r Stunden niemanden siehst, beginnst du zu zweifeln. Sp&auml;ter bei km 95, nach der Durchquerung eines immensen Waldes, kommt man zu einem breiten, reissenden Fluss. Der Track verl&auml;uft entlang des Flusses, super! Erst nach einer halben Stunde merkte ich, dass ich auf der anderen Seite laufen m&uuml;sste. Das GPS ist mit zu grossem Massstab eingestellt, deshalb habe ich es nicht bemerkt. Zur&uuml;cklaufen bis zur n&auml;chsten Br&uuml;cke ist angesagt. &frac34; Stunden habe ich mit diesem Malheur verloren, daf&uuml;r wieder viel gelernt, aber auf die harte Tour. Bei Kilometer 105, in Thale, hast du Zugang zu deiner Tasche, die man abgeben konnte. Schuhe und Kleider wechseln und verpflegen ist angesagt; 20 Minuten Pause machen ist mein Plan. Bei Dunkelheit geht es weiter. Zur Orientierung brauche ich immer wieder Zeit, es bricht den Rhythmus, vor allem wenn es parallele Wege und viele Gabelungen gibt. Ich treffe auf Matthias, einen bekannten Athleten, der schon bei einem 4-fach Ironman-Triathlon ganz vorne mitmischte. Er verletzt sich und dachte ans Aufgeben.<br />Bei km 145 hatte ich eine Tankstelle im Kopf, wo ich mir dann einen Kaffee g&ouml;nnen w&uuml;rde. Um 2 Uhr nachts und bei 2&deg; Aussentemperatur kam ich an. &laquo;Geschlossen!&raquo;, eine 24-Stunden Tankstelle&hellip;<br />Weiter geht es, ohne etwas Warmes erhalten zu haben. Micha l&auml;uft auf mich auf. Ich merke, er muss nie auf das GPS schauen, er kennt die Strecke, hat den Lauf letztes Jahr gewonnen. Bei meinem Umweg am Fluss hat er mich &uuml;berholt, in Thale nahm er sich aber mehr Zeit am Verpflegungsposten. Wir harmonieren perfekt, k&ouml;nnen einen hohen Rhythmus gehen und sind motiviert, obwohl sich die M&uuml;digkeit mehr und mehr einschleicht. Und, wen wundert&rsquo;s, die F&uuml;sse tun weh. Wie soll es weitergehen? Noch nie habe ich mich in diesen Distanzbereich vorgewagt, es ist unbekanntes Terrain!<br />Mehrmals stolpert Micha in der Nacht, er sagt, es sei nichts passiert, aber sein Gesicht verr&auml;t den Schmerz. Das rechte Knie macht ihm zu schaffen. Wir gehen vorw&auml;rts, sind abgek&auml;mpft, gehen aber einfach weiter, reden miteinander, halten die Pace konstant. Es wird wieder Tag, w&auml;hrend langen Kilometern geht es komplett flach auf einem ehemaligen Bahntrassee vorw&auml;rts. Die ganze Nacht haben wir viel Weg zur&uuml;ckgelegt und kaum Pausen eingelegt. Wir k&ouml;nnen weit und breit niemanden sehen, weder vor noch hinter uns, d. h. wir sind an der Spitze des Laufs! Bei einem Checkpoint in Andreasberg halten wir nochmals kurz an, um uns f&uuml;r die letzten ca. 20 km zu r&uuml;sten. Weiter geht es ohne grosse Schwierigkeiten, wir kommen an verlassenen Checkpoints vorbei, es gilt nur, ein Blatt zu signieren.<br />Mein erster Lauf &uuml;ber 200 km n&auml;hert sich dem Ende. Noch 5 km, Micha teilt mir mit, er werde nicht um den ersten Platz k&auml;mpfen. Ich akzeptiere, wir haben uns in den letzten Stunden gegenseitig geholfen. Gemeinsam laufen wir durch das Ziel. Mit 31.24 Std. haben wir gar den Streckenrekord unterboten.<br />Wieder ein Ziel erreicht und einen Traum erf&uuml;llt!<br />&nbsp;<br />Ich bin zufrieden und dankbar, ein hartes und doch irgendwie angenehmes Wochenende im riesigen Naturpark des Harzgebirges erlebt zu haben.<br />&nbsp;<br /><em>Roland: &laquo;</em><em>Nie wieder!</em><em>&raquo;</em><em>: ist dir das nicht in den Sinn gekommen?</em><br />&nbsp;<br />Simon: Nein, es gibt immer wieder neue, reizende Herausforderungen. Ich habe mich reingelebt, gemerkt, dass es mir zusagt und habe einfach weiter gemacht. Mein K&ouml;rper hat das akzeptiert und sich den Belastungen angepasst, sich immer schnell und gut erholt. Wenn die Freude und die Motivation weg w&auml;ren, dann h&auml;tte alles keinen Sinn, dann ginge es nicht.&nbsp; Es ist nicht nur eine Sache der Physis, sondern auch der Psyche, das ist sogar das Wichtigste.<br />&nbsp;<br />Mir sagen vor allem die 1-Etappen-L&auml;ufe zu. Du hast eine Startzeit und eine maximale Finisher-Zeit und dazwischen die Cut-offs, wo sie dich herausn&auml;hmen, falls du die vorgegebene Zeit nicht erreicht hast. Alles dazwischen ist dir &uuml;berlassen. Die Verpflegung, die Ruhezeiten, was ich mit mir trage, was ich in die St&uuml;tzpunkte gebe, sogenannte Life-Bases. Diese sind dann aber manchmal bis zu 80 km voneinander entfernt.<br />&nbsp;<br />Ich setzte mir also immer wieder neue Ziele.<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/10-3-plattensee_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Im Ziel der &laquo;EMU 6 Day Race World Trophy&raquo; 2018 am Plattensee in Ungarn. Ein 1 km Rundkurs auf einem Campingplatz, komplett flach, alles Asphalt. Wer legt in 144 Std. am meisten Kilometer zur&uuml;ck? F&uuml;r solche Pr&uuml;fungen gibt es Spezialisten. Simon sucht das nicht, aber er will es einmal gemacht haben. Die 666 km sind nicht ganz das, was er sich vorstellte, aber immerhin, es waren sechs friedliche Tage!</div> </div></div>  <div class="paragraph"><em>Roland: Auch vom Goldsteig Ultra Race 2017 (im Bayrischen Wald) &uuml;ber 661 km gibt es im Buch </em><em>&laquo;</em><em>Detr&aacute;s de los horizontes</em><em>&raquo; einen interessanten Bericht. Der erste Satz:</em><br />&nbsp;<br />&laquo;Eine weitere Bestialit&auml;t, eine weitere gigantische Herausforderung, die ich im September 2017 in einer wundersch&ouml;nen Gegend Bayerns, im S&uuml;dosten Deutschlands, an der Grenze zur Tschechoslowakei, erleben, ertragen und geniessen konnte.&raquo;<br />&nbsp;<br /><em>Roland: Und dann, 14 Seiten sp&auml;ter, die letzten S&auml;tze (Simon wurde Zweiter Overall):</em><br />&nbsp;<br />&laquo;Ich erreichte das Ziel in Neunburg vorm Wald um 4:44 Uhr, nach 5 Tagen und 16 Stunden war das Goldsteig-Ultra-Race Geschichte. Ein weiterer Traum ist wahr geworden! Was willst du mehr? Ich war einfach nur gl&uuml;cklich!&raquo;<br />&nbsp;<br />&laquo;Einmal mehr habe ich mich leiten lassen, habe die Energie und Positivit&auml;t fliessen lassen, sie haben mich auf dieser Reise begleitet, haben mich bei diesem grossartigen und magischen Abenteuer ins Ziel gef&uuml;hrt.&raquo;<br />&nbsp;<br /><em>Roland: Und welchen weiteren Challenges hast du dich noch gestellt?</em><br />&nbsp;<br />Da g&auml;be es noch sehr viel aufzuz&auml;hlen. Im Buch ist nur ein kleiner Teil aufgef&uuml;hrt, es ging 2019 in den Druck und bis 2022 war ich noch voll dabei. W&auml;hrend 10 Jahren bin ich immer wieder Ultras gelaufen, manchmal mit nur wenigen Wochen Pause dazwischen.<br />&nbsp;<br />Wieso nicht mal eine Strecke mit einer 4-stelligen Streckenl&auml;nge wagen, das war auch so eine Spinnerei. Es gibt ein solches Rennen, das Mega-Race &uuml;ber 1001 km, das l&auml;ngste Cross-Country 1-Etappen Rennen der Welt. Das geschafft zu haben gibt mir grosse Zufriedenheit, erst recht mit dem Erreichen des zweiten Platzes.<br />&nbsp;<br />Ein anderes Extrem ist der &laquo;TOR330 &ndash; TOR DES G&Eacute;ANTS&raquo;. Dieser Endurance-Trail geht &uuml;ber 330 km und einer positiven H&ouml;hendifferenz von 24&lsquo;000 m! Start und Ziel ist in Courmayeur im Aostatal. Du hast 150 Std. Zeit, du bist also auch hier eine ganze Woche von zu Hause weg.<br />&nbsp;<br />Einer der krassesten L&auml;ufe f&uuml;r mich ist aber &laquo;The Spine&raquo; in England. Man sagt von ihm auch &laquo;Britains most brutal race&raquo;. Eine extreme Angelegenheit, eine non-stop-Expedition, die deine Physis und deine Willenskraft aufs &auml;usserste testet. 4mal habe ich teilgenommen, 3mal stand ich auf dem Podest.<br />&nbsp;<br /><em>Roland: Aber &uuml;ber diese harte Ausdauerpr&uuml;fung m&ouml;chte ich in einem der n&auml;chsten Hefte berichten.</em><br /><em>Wie sah dein Training aus, solche Distanzen kann man ja nie trainieren.</em><br />&nbsp;<br />Simon: In den letzten 3 Monaten vor den L&auml;ufen habe ich pro Woche zwischen 150 und 180 km trainiert. Ich arbeitete immer 100 %. Routinem&auml;ssig sah das meistens so aus: +/- 10 km am Morgen vor der Arbeit und der gleiche Umfang wieder am Abend. Am Samstag ein Ruhetag und am Sonntag dann nochmals ca. 50 km.<br />&nbsp;<br /><em>Roland: Hast du alleine trainiert?</em><br />&nbsp;<br />Simon: Ja, praktisch immer, ich hatte keine Zeit, mich noch mit jemandem zu verabreden, musste jede freie Minute nutzen. Leistungssport ist sehr, sehr zeitaufw&auml;ndig, es gingen in diesen 10 Jahren auch die ganzen Ferien f&uuml;r die Extreml&auml;ufe drauf.<br />Ich hatte nie einen Trainer oder einen Coach. Mit der gewonnenen Erfahrung habe ich st&auml;ndig versucht zu optimieren, auch in Bezug auf die Ern&auml;hrung. Ich habe mich auch immer wieder mit Leuten ausgetauscht, die so extreme L&auml;ufe machen. Wen willst du sonst fragen? Es gibt nicht viele, die &uuml;ber entsprechende Erfahrung verf&uuml;gen und dich beraten k&ouml;nnen.<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/10-4-vortrag_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Mit diesem Plakat (mit Bild von Simon Gfeller) wird zu einer Vortragsreihe &uuml;ber die sportliche Leistung bei Ultra-Trials eingeladen. Thema der Pr&auml;sentation von Simon: &laquo;M&uuml;digkeit und Ersch&ouml;pfung sind Illusionen.&raquo; Wen wunderts?</div> </div></div>  <div class="paragraph">&#8203;<em>Roland: Wie siehst du deine Zukunft?</em><br />&nbsp;<br />Simon: Im Moment mache ich l&auml;uferisch eine Pause, meine Arbeit ist jetzt hier in der Schweiz und hat Priorit&auml;t. Ich geniesse es auch, Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Ich mache immer noch Sport, aber weniger auf Wettkampf, sondern mehr auf Genuss. Mein K&ouml;rper dankt es mir. Die Aussicht geniessen, Leute treffen und Erlebnisse suchen, das steht jetzt im Vordergrund. Momentan bin ich weit weg vom Level, den ich vor 2 Jahren hatte.<br />&nbsp;<br />Ich sage jetzt mal, sp&auml;testens wenn ich pensioniert bin, lebe ich wieder voll in Spanien. Es ist auch billiger dort! Es gibt warmes Wetter, das Mittelmeer, unglaublich gutes Essen, alles ist immer frisch, und es ist immerhin noch innerhalb Europas.<br /></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Die Abendläufe der All Blacks Thun und die Stiftung Bad Heustrich]]></title><link><![CDATA[https://allblacksthun.weebly.com/blog/die-abendlaufe-der-all-blacks-thun-und-die-stiftung-bad-heustrich]]></link><comments><![CDATA[https://allblacksthun.weebly.com/blog/die-abendlaufe-der-all-blacks-thun-und-die-stiftung-bad-heustrich#comments]]></comments><pubDate>Fri, 22 Sep 2023 15:55:06 GMT</pubDate><category><![CDATA[2023]]></category><category><![CDATA[Interviews & Portraits]]></category><guid isPermaLink="false">https://allblacksthun.weebly.com/blog/die-abendlaufe-der-all-blacks-thun-und-die-stiftung-bad-heustrich</guid><description><![CDATA[Ausgezeichnet sind die ersten beiden Abendl&auml;ufe im Jahr 2023 &uuml;ber die B&uuml;hne gegangen! Die Teilnehmerzahlen haben wieder das Niveau der Zeit vor Corona erreicht, und der neue Austragungsmodus ist schon zur Gewohnheit geworden. Andrea Schneider, CEO der Abendl&auml;ufe, macht einen formidablen Job: die Anl&auml;sse gehen immer reibungslos &uuml;ber die B&uuml;hne.&#8203;Das Spektrum der Startenden ist schon lange &auml;hnlich, es g&auml;be aber sicher noch Potential f&uuml;r neue Te [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="paragraph">Ausgezeichnet sind die ersten beiden Abendl&auml;ufe im Jahr 2023 &uuml;ber die B&uuml;hne gegangen! Die Teilnehmerzahlen haben wieder das Niveau der Zeit vor Corona erreicht, und der neue Austragungsmodus ist schon zur Gewohnheit geworden. Andrea Schneider, CEO der Abendl&auml;ufe, macht einen formidablen Job: die Anl&auml;sse gehen immer reibungslos &uuml;ber die B&uuml;hne.<br />&#8203;<br />Das Spektrum der Startenden ist schon lange &auml;hnlich, es g&auml;be aber sicher noch Potential f&uuml;r neue Teilnehmende. Darum ist es wichtig, dass wir mit &laquo;Mund zu Mund&raquo;-Propaganda oder in den sozialen Medien versuchen, neue Teilnehmende f&uuml;rs Mitmachen zu animieren.<br />Eine Gruppe, die seit vielen Jahren immer immer an den Abendl&auml;ufen teilnimmt, kommt von der Stiftung Bad Heustrich, Emdthal. Gerne gebe ich diesem Team in unserem Bulletin eine B&uuml;hne, um mehr von ihnen zu erfahren.<br /><br />Die Stiftung Bad Heustrich setzt sich seit 50 Jahren f&uuml;r Menschen mit kognitiven Beeintr&auml;chtigungen ein. Sie bietet ihnen eine umfassende Betreuung, Unterst&uuml;tzung und einen geregelten Alltag. Es k&ouml;nnen auch 1 &ndash; 2 j&auml;hrige Attestausbildungen und Praktika gemacht werden. In der internen Schule erhalten die KlientInnen schulischen und lebenspraktischen Unterricht. Die Lern- und Wohnh&auml;user befinden sich am Fusse des Niesens, etwa 1 km n&ouml;rdlich der Talstation der Niesen-Bahn.<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/published/25-1-bad-heustrich.jpg?1695398259" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Die Stiftung Bad Heustrich</div> </div></div>  <div class="paragraph"><br />Jonas Cahenzli hat zusammen mit weiteren BetreuerInnen die Teilnehmenden der Stiftung Bad Heustrich an den Abendlauf vom 30. Mai 2023 begleitet. Ich konnte mit ihm ein paar Worte wechseln.<br />&nbsp;<br /><em>Roland: Wie kommt es dazu, dass du in der Stiftung Bad Heustrich arbeitest?</em><br />Jonas: Ich bin in Ausbildung zum Sozialp&auml;dagogen und arbeite seit 1 &frac12; Jahren in der Stiftung. In unserem Betrieb gibt es aber Arbeitsm&ouml;glichkeiten f&uuml;r Leute aus ganz verschiedenen Richtungen.<br /><br /><em>Was zum Beispiel?</em><br />Man kann aus der Pflege kommen, einen handwerklichen Background haben, soziale Arbeit machen und vieles mehr. Wir betreiben Werkst&auml;tten wie eine Schreinerei, Gartenbau, Brennholzverarbeitung, G&auml;rtnerei, K&uuml;che, W&auml;scherei, T&ouml;pferei und Kreativ-Atelier.<br /><br /><em>Wohnen die KlientInnen in der Stiftung?</em><br />Unter der Woche schon. Grunds&auml;tzlich gehen sie aber an den Wochenenden und in den Ferien zu ihren eigenen Familien, zu Gastfamilien, oder sie k&ouml;nnen ein anderes Betreuungsangebot nutzen. Es gibt auch die M&ouml;glichkeit, w&auml;hrend der ganzen Woche in der Stiftung zu leben, das ist aber eher die Ausnahme. Die meisten k&ouml;nnen regelm&auml;ssig ausser Haus gehen.<br />Wir haben 6 interne Wohngruppen und eine Aussenwohngruppe in Spiez, die Wohnschule Aurora. Dort kann man sich, je nach M&ouml;glichkeit, auf ein sp&auml;teres selbst&auml;ndiges Wohnen vorbereiten.<br /><br /><em>Kommen wir zum Sport und zum Laufen. Was hat das f&uuml;r eine Bedeutung?</em><br />Ein wichtiger Bestandteil des Angebots der Stiftung ist die F&ouml;rderung von Bewegung und Sport im Alltag. Ich w&uuml;rde sagen, wir sind in diesem Bereich gut aufgestellt. Wir haben viele Mitarbeitende und Bewohner, die an der Durchf&uuml;hrung sportlicher Aktivit&auml;ten interessiert sind.<br />Sport ist ein Bestandteil der Arbeitszeit, w&ouml;chentlich findet das Turnen statt. Wir gehen nach Aeschi ins Schwimmbad. Allgemein nutzen viele BewohnerInnen auch externe Sportangebote, wie Fussball, Fitness, Reiten usw.<br /><br /><em>Und wenn jemand nicht schwimmen kann?</em><br />Das gibt es kaum. K&ouml;rperlich sind theoretisch fast alle dazu in der Lage. Wir haben zurzeit niemanden im Rollstuhl.<br />Aber auch abends, also in der Freizeit, gibt&rsquo;s regelm&auml;ssig sportliche Aktivit&auml;ten wie Fussball oder Unihockey.<br />&#8203;<br /><em>Wieso kommt ihr immer an die Abendl&auml;ufe der All Blacks Thun?</em><br />Es geht in erster Linie nicht um die sportliche Leistung, sondern darum, Freude an der Bewegung zu geben und um die M&ouml;glichkeit, gemeinsam mit anderen Menschen aktiv zu sein. Die Teilnahme an den Abendl&auml;ufen ist f&uuml;r diese Personen auch eine willkommene Abwechslung vom Alltag.<br />&#8203;<br />Es ist sch&ouml;n zu sehen, wie der Sport Menschen verbindet und dass All Blacks Thun auch Menschen mit Beeintr&auml;chtigungen eine Plattform bieten, um sich sportlich zu bet&auml;tigen. Das hat nicht nur k&ouml;rperliche, sondern eben auch soziale Komponenten. Alle k&ouml;nnen davon profitieren, unabh&auml;ngig der eigenen F&auml;higkeiten.</div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/25-2-gruppe_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Ein Teil der L&auml;ufergruppe vom Bad Heustrich am Abendlauf vom 30.5.2023. V.l.n.r. Zoe J&auml;gers(Mitarbeiterin) Rebecca, Jonas Cahenzli, Werner, Celine, Nadine, Thomas</div> </div></div>  <div class="paragraph"><em>Heisst das, die Leute nehmen auch gerne am Abendlauf teil?</em><br />Jene die teilnehmen, kommen sehr gerne. F&uuml;r sie ist es motivierend, so was zu machen. Hier hat es sogar Zuschauer, die sie anfeuern, und das ist f&uuml;r sie schon noch mal was ganz anderes, etwas echt Cooles!<br /><br />Die Freude an der Bewegung und am Sport ist aber etwas sehr Individuelles, genau gleich wie in der &uuml;brigen Gesellschaft auch. Einige treiben sehr gerne Sport, andere weniger. Wir w&uuml;rden auf keinen Fall jemanden dazu dr&auml;ngen mitzumachen, das geschieht auf freiwilliger Basis. Weil sich die Konstellation der Bewohnenden in der Stiftung nicht so schnell ver&auml;ndert, sind es auch immer wieder die gleichen Teilnehmenden.<br />&#8203;<br /><em>Ist das Ziel der Stiftung, die KlientInnen m&ouml;glichst so weit zu bringen, dass sie das Leben wieder selber bestreiten k&ouml;nnen?</em><br />Wir wollen den KlientInnen eine gr&ouml;sstm&ouml;gliche F&ouml;rderung bieten, damit sie in so vielen Bereichen wie m&ouml;glich eine Selbstst&auml;ndigkeit erreichen. Eine komplette Abl&ouml;sung ist in den allermeisten F&auml;llen kaum m&ouml;glich. Es kommt vor, dass jemand die Institution wieder verlassen kann, aber das ist selten, bleibt trotzdem immer unser Bestreben.<br /><br />Eine Selbstst&auml;ndigkeit in gewissen Bereichen zu erlangen, ist hingegen vielfach m&ouml;glich. Damit m&ouml;chten wir die Lebensqualit&auml;t der Leute verbessern. Wenn wir zum Beispiel erreichen k&ouml;nnen, dass jemand selber auf den Zug gehen kann, um von A nach B zu reisen, bedeutet das schon viel mehr Freiheit und weniger auf andere angewiesen zu sein. So gibt es noch viele andere kleine Dinge, die wir laufend versuchen zu f&ouml;rdern.<br />Heute wollte ein Bewohner selber mit dem Velo vom Bad Heustrich nach Allmendingen fahren, und zwar alleine! Das schien uns ein bisschen heikel. Aber wir haben diesen Wunsch unterst&uuml;tzt. Nun war ich verst&auml;ndlicherweise etwas unruhig, bis ich ihn w&auml;hrend unseres Gespr&auml;chs ankommen sah. Nat&uuml;rlich ist er jetzt sehr stolz, die Velofahrt nach Thun alleine geschafft zu haben.<br />&#8203;<br />So individuell die Betreuung heute Abend ben&ouml;tigt wird, so individuell ist sie auch im Alltag. Einige f&uuml;hlen sich nur mit einer sehr engen Begleitung wohl und andere wiederum brauchen das nicht.<br /><br />Webseite Stiftung Bad Heustrich:&nbsp;<a href="https://badheustrich.ch/">Stiftung Bad Heustrich - Kompetenzzentrum f&uuml;r Ausbilden, Arbeiten und Wohnen | Stiftung Bad Heustrich<br /><br /></a>Webseite All Blacks Thun:&nbsp;&#8203;<a href="https://www.allblacks.ch/">Startseite All Blacks Thun</a><br /></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[The Seven Summits]]></title><link><![CDATA[https://allblacksthun.weebly.com/blog/the-seven-summits]]></link><comments><![CDATA[https://allblacksthun.weebly.com/blog/the-seven-summits#comments]]></comments><pubDate>Mon, 24 Jul 2023 12:22:47 GMT</pubDate><category><![CDATA[2023]]></category><guid isPermaLink="false">https://allblacksthun.weebly.com/blog/the-seven-summits</guid><description><![CDATA[- Roland Riedener, alle Fotos von den Trekking-Teilnehmern zur Verf&uuml;gung gestellt -Unter dem Begriff The Seven Summits versteht man den h&ouml;chsten Berg des jeweiligen Kontinents. Da es insgesamt sieben verschiedene Kontinente gibt, bel&auml;uft sich die Liste dementsprechend auch auf sieben Gipfel. Es gibt politische Grenzen und geografische Grenzen. Aufgrund unterschiedlicher Auffassungen von Grenzen gibt es auch verschiedene Listen zu den Seven Summits. Wo verl&auml;uft die Grenze zwis [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="paragraph"><em>- Roland Riedener, alle Fotos von den Trekking-Teilnehmern zur Verf&uuml;gung gestellt -<br /></em><br />Unter dem Begriff The Seven Summits versteht man den h&ouml;chsten Berg des jeweiligen Kontinents. Da es insgesamt sieben verschiedene Kontinente gibt, bel&auml;uft sich die Liste dementsprechend auch auf sieben Gipfel. Es gibt politische Grenzen und geografische Grenzen. Aufgrund unterschiedlicher Auffassungen von Grenzen gibt es auch verschiedene Listen zu den Seven Summits. Wo verl&auml;uft die Grenze zwischen L&auml;ndern, ja sogar, wo verlaufen die Grenzen zwischen den Kontinenten, das ist auch heute noch umstritten, wie wir tragischerweise gerade wieder erfahren. In untenstehender Liste sind deshalb 9 Gipfel aufgef&uuml;hrt und nicht 7.<br />Auch ganz in unserer N&auml;he, n&auml;mlich beim Mont Blanc, ist der Grenzverlauf zwischen Italien und Frankreich sogar heute noch nicht so definiert, dass sich beide L&auml;nder damit einverstanden erkl&auml;ren k&ouml;nnen. Zum Gl&uuml;ck wird das dort nicht so heiss gegessen.<br />Auch &uuml;ber die H&ouml;he der Berge wird immer wieder verhandelt. Die H&ouml;henangabe des Mount Everests divergiert immer wieder leicht. Die letzte Messung unternahmen China und Nepal gemeinsam im Jahr 2020. Man einigte sich auf eine H&ouml;he von 8 848,86&nbsp;m.<br />Von den Seven Summits ist der Mount Kosciusko in Australien sicher am einfachsten zu besteigen. Diese Wanderung wird aber nicht so h&auml;ufig unter die F&uuml;sse genommen. Es gibt in Australien sehr viele Naturparks mit grossen BBQ-Pl&auml;tzen und mit dem Auto zu erreichen, das ist da weit popul&auml;rer.<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0;margin-right:0;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/24-07-2023-14-25-14_orig.png" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"></div> </div></div>  <div class="paragraph">&#8203;Der <strong>Uhuru Peak im Kilimanjaro Massiv</strong> in Tansania ist der h&ouml;chste Punkt Afrikas. Dessen H&ouml;he wurde in Reisedokumenten des Jahres 1974 noch mit 6&nbsp;010 m angegeben, anstatt wie heute mit 5&nbsp;895 m. Ja, es galt wahrscheinlich damals, den Trekking Tourismus auf diesen Berg in die G&auml;nge zu bringen. 1973 wurde der Kilimanjaro Nationalpark gegr&uuml;ndet, er umfasst das gesamte Kilimanjaro Gebirge mit den drei erloschenen Vulkanen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kibo_(Berg)">Kibo</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mawenzi">Mawenzi</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Shira_(Berg)">Shira</a>.<br />Schon einige All Blacks haben sich ans Abenteuer gewagt, diesen Berg zu besteigen. Das l&auml;sst sich gut mit Safari- oder Badeferien in Afrika verbinden. Es folgen Bilder und kurze Berichte unserer Mitglieder zu diesem Trekking auf eine H&ouml;he, in der sie zuvor kaum Erfahrungen gemacht haben.<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/16-1-lage_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Der Kilimanjaro liegt in Tansania (untere Bildh&auml;lfte). N&ouml;rdlich davon liegt Kenia mit der Hauptstadt Nairobi.</div> </div></div>  <div class="paragraph">&#8203;<strong>1974 Roland Riedener</strong><br />Ein Kollege, Mitglied beim Turnverein Unterstrass in Z&uuml;rich, orientierte mich ein paar Wochen vor Beginn der Reise, dass f&uuml;r dieses &laquo;Vereins-Abenteuer&raquo; wegen Ausfalls eines Teilnehmers ein Platz f&uuml;r eine Afrika-Tour mit Besteigung des Kilimanjaro frei sei. Es reichte gerade noch, um alle Impfungen zu machen und sich zu organisieren. So ergab sich auch mein erster Flug &uuml;berhaupt, er f&uuml;hrte von Z&uuml;rich nach Nairobi.<br />Dort angekommen verteilte sich unsere Gruppe von 13 M&auml;nnern auf zwei VW-Busse mit Fahrer. Es ging auf eine grosse Runde im Gegenuhrzeigersinn rund um das gesamte Kilimanjaro Gebirge. &Uuml;ber die Amboseli- und Serengeti-Nationalparks und viele weitere idyllische Natur- und Tierreservate erreichten wir in mehrt&auml;giger Fahrt Marangu, den Ausgangspunkt unserer Besteigung des Kilimanjaros.<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/16-2-rast_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Rasthalt der Gruppe im Regenwaldg&uuml;rtel.</div> </div></div>  <div class="paragraph">&#8203;Man &uuml;berwindet auf diesem Trekking ca. 4&nbsp;500 H&ouml;henmeter und durchwandert insgesamt 5 Klimazonen. Unten angefangen in Farmland, durchquert man den Regenwaldg&uuml;rtel, der den gesamten Gebirgszug umkreist. Zwischen 2&nbsp;800 m und 4&nbsp;000 m kommt Heide- und Moorland, gefolgt von einer alpinen W&uuml;ste bis auf eine H&ouml;he von 5&nbsp;000 m. Hier gibt es fast keine Vegetation mehr, und die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nach sind sehr gross. Der Gipfel befindet sich in der arktischen Zone und stellt die eigentliche Herausforderung dar. Die meisten befinden sich auf dieser H&ouml;he ausserhalb ihrer Komfortzone, man muss auch mental bereit sein, w&auml;hrend mehr als 12 Stunden ein bisschen zu leiden, sei es im Magen, im Kopf oder einfach wegen der M&uuml;digkeit.<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/16-3-gipfel-roland_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Hermann, der F&uuml;hrer, mit Roland auf dem Uhuru Peak. Ein F&auml;hnchen des Turnvereins Unterstrass wurde auch noch am Gest&auml;nge des Gipfelkreuzes befestigt, es wird den extremen Wetterbedingungen nicht lange standgehalten haben.</div> </div></div>  <div class="paragraph">&#8203;Wir waren damals sicher zu schnell unterwegs, im Vergleich zu den heutigen Besteigungsprogrammen. Wir liessen es uns nicht nehmen, immer wieder zu versuchen, vor der Tr&auml;gergruppe (6 Mann) am n&auml;chsten &Uuml;bernachtungsort anzukommen. Akklimatisierungstage waren keine eingeplant. Das war nicht schlau und r&auml;chte sich in den oberen Regionen. Immerhin erreichten alle den Kraterrand am Gilman&rsquo;s Point, aber nur deren 9 schafften es dann auch noch auf den eigentlichen Gipfel, obwohl wir alle ansonsten recht sportlich unterwegs waren. Dennoch, es war ein &uuml;berw&auml;ltigendes Erlebnis, das wir 40 Jahre sp&auml;ter an einem gemeinsamen Abend nochmals aufleben liessen.<br />Mit der Weiterfahrt auf Mombasa an der K&uuml;ste, ein paar Badetagen und der R&uuml;ckfahrt mit unseren VW-Bussen, jetzt auf geteerten Strassen, zur&uuml;ck nach Nairobi, schloss sich der Kreis.<br /></div>  <div class="paragraph"><strong>1994 Rosmarie und Theo Aemmer</strong><br />Aus Anlass von Theo&rsquo;s 40.&nbsp;Geburtstag buchten wir bei Kaufmann Trekking, Brunnen, eine Kili-Reise vom 02.10. &ndash; 17.10.1994.<br />Um das Unterfangen mit einer m&ouml;glichst guten k&ouml;rperlichen Verfassung in Angriff nehmen zu k&ouml;nnen, trainierten wir vor allem mit Wanderungen und Velofahren (Joggen war damals noch kein Thema bei uns).<br />Vergleichen l&auml;sst sich das m&auml;chtige erloschene Vulkanmassiv an der Nordgrenze Tansanias nicht mit unseren Alpen. F&uuml;r Alpinisten ist das ein langweiliger Berg. Zu klettern gibt es n&auml;mlich bei dieser Tour nichts. Eine besondere Herausforderung stellen allerdings die extremen klimatischen Bedingungen dar, denen es beim Besteigen des &laquo;Kili&raquo; zu trotzen gilt. W&auml;hrend die Temperatur am Fusse des Kilimanjaro &uuml;ber 30&deg; im Schatten betr&auml;gt, sinkt sie auf dem 5 895 m hohen Gipfel gut und gerne auf &ndash;&nbsp;20&deg;.<br />Im Marangu-Hotel (Tansania) hatten wir vor der Kili-Besteigung zwei Ruhetage.<br />Am Donnerstag, 6.10.1994 begannen wir unsere Wanderung beim Parkeingang (1 860 m) zu den Mandara-H&uuml;tten (2 725 m). 10 km, ca. 5 Std.<br />Am n&auml;chsten Tag ging es weiter zu den Horombo-H&uuml;tten (3 780 m), 16 km, ca. 6 &frac12; Std. und von dort anderntags zur Kibo-H&uuml;tte (4 750 m), 16 km, 7 &frac12; Std.<br />Die ersten drei Tagesetappen &ndash; begleitet von einheimischen F&uuml;hrern und Tr&auml;gern &ndash; f&uuml;hrten durch Regenwald, Savanne und &uuml;ber das &laquo;Plateau der Ewigkeit&raquo;. Bis da war es eine sch&ouml;ne Wanderung, die landschaftlich und von der Vegetation her sehr interessant und abwechslungsreich war.<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/16-4-rosmarie_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Rosmarie und Theo bei einem Marschhalt zwischen Horombo- und Kiboh&uuml;tte</div> </div></div>  <div class="paragraph">Die Gipfeletappe fand am Sonntag, 9. Oktober 1994 statt, 4 km, ca. 7 Std. bis Gilman&rsquo;s Point (5 680 m) und noch 2 km, ca. 1 &frac12; Std. bis Uhuru-Peak (5 895 m). Diese Etappe war m&uuml;hsam und kr&auml;fteraubend. Der steile Weg zum Krater f&uuml;hrte &uuml;ber loses Lavagestein, auf dem wir vergeblich nach einem festen Tritt suchten. Nach rund 8 &frac12; Std. Aufstieg erreichten wir den Uhuru Peak, die Freiheitsspitze. Unsere M&uuml;digkeit wurde von den &uuml;berw&auml;ltigenden Eindr&uuml;cken verdr&auml;ngt, und wir waren alle sehr gl&uuml;cklich.<br />Grad anschliessend marschierten wir via Kibo-H&uuml;tte zu den Horombo-H&uuml;tten, 5 &ndash; 6 Std. Alles in allem rund 3&nbsp;000 H&ouml;henmeter, 26 km Laufdistanz und 12 &ndash; 14 Std. Marschzeit.<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/16-5-rosmarie-gipfel_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Es ist geschafft, Rosmarie auf dem Gipfel angekommen. Nach dem Fototermin und einer leichten Verpflegung muss man z&uuml;gig wieder zur&uuml;ck in H&ouml;hen wo es sich leichter atmen l&auml;sst.</div> </div></div>  <div class="paragraph">Am letzten Tag wanderten wir zum Parkeingang (1 860 m), 25 km, ca. 6 &frac14; Std. und kehrten ins Marangu-Hotel zur&uuml;ck.<br />Am Dienstag, 11. Oktober 1994 fuhren wir f&uuml;r eine Safari zum Tarangire-Park und Ngorongoro-Krater, wo wir 4 Tage verbrachten.<br />Von Nairobi ging es mit dem Nachtzug nach Mombasa. Im K&uuml;stenhotel Two Fishes machten Theo und ich ein paar Tage Badeferien und Ausfl&uuml;ge ins Hinterland.<br /></div>  <div class="paragraph"><strong>1996 Roland Meier</strong><br />Auch er hat am Kilimanjaro seine Spuren hinterlassen!<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/16-6-roland_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Roland freundet sich bei einem Marschhalt mit den Tr&auml;gern an. Sicher eine gute Strategie&hellip;</div> </div></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/16-7-roland_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Ob dieser Tr&auml;ger heute noch mit einem All Blacks T-Shirt am Berg unterwegs ist?</div> </div></div>  <div class="paragraph"><strong>2005 Anita &amp; Manfred Wenger, Susanna Tr&ouml;sch mit Fabio und Annemarie Messerli</strong><br />Wir, Susanna Tr&ouml;sch, Annemarie Messerli, Manfred und ich waren im November 2005 mit einer 12er Gruppe auf dem Kili. Fabio hat alles organisiert. Wir waren 9 Frauen und 3 M&auml;nner, alles Personen aus der Region, alles Bekannte von Susanna Tr&ouml;sch und Fabio Aspali. Von Anfang April bis im Oktober haben wir im Berner Oberland ca. alle 3 Wochen Vorbereitungstouren gemacht. In Tansania ging es zuerst auf eine 2-t&auml;gige Vorbereitungstour auf den Mont Meru (4&nbsp;566 m). Danach &uuml;ber die Machame-Route (eine Zeltroute) auf den Kilimanjaro. Durch die gute Vorbereitung haben alle 12 Teilnehmer den Gipfel erreicht.<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/16-8-anita_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Unser erstes Nachlager bei unserem Trekking auf den Kilimanjaro im Machame Camp. Vorne links Anita Wenger beim Morgenessen.</div> </div></div>  <div class="paragraph">Unsere &Uuml;bernachtungen:<br />1. Nacht Machame Camp (2 850 m)<br />2. Nacht Shiraplateau (3 850 m)<br />3. Nacht Barranco Camp (3 890 m, vorher noch mit einem Aufstieg auf 4 400 m)<br />4. Nacht Barafu Camp (4&nbsp;450 m, anschliessend Gipfeltag 5&nbsp;895 m)<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/16-9-gipfelfoto_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Bei grosser K&auml;lte und nach 6-st&uuml;ndigem Aufstieg in der Finsternis erreichten wir den Stella Point am Kraterrand und kurz danach den h&ouml;chsten Punkt, den Uhuru Peak. In vorderer Reihe von r.n.l. Manfred Wenger (leicht erh&ouml;ht), Fabio Aspali, Susanna Tr&ouml;sch und Annemarie Messerli. Zweite von rechts in hinterer Reihe Anita Wenger.</div> </div></div>  <div class="paragraph">Anschliessend an die Kili-Besteigung gab es zur Belohnung noch ein Plauschprogramm mit Safari.<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/16-10-routen_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%"> Karte mit den verschiedenen Trekking Routen am Kilimanjaro</div> </div></div>  <div class="paragraph"><strong>2013 Marie-Louise &amp; Hans Lauener, Annemarie &amp; Bruno Wittwer und Hanna Frei</strong><br />Wir buchten unsere Reise vom 13. bis 28. Januar 2013 beim Reiseveranstalter Aktivferien AG.<br />Den Kili bestiegen wir auf der H&uuml;ttenroute (Marangu-Route). Am Gate von Marangu zum Kilimanjoro Nationalpark wurden wir von unseren F&uuml;hrern und Tr&auml;gern erwartet. Los ging&acute;s zur Mandarah&uuml;tte durch den Urwald-G&uuml;rtel.<br />Abrupt wechselte am n&auml;chsten Tag die Landschaft ihr Gesicht, es gibt noch Ginster, Erikab&uuml;sche und unendlich viel Steppengras. Je h&ouml;her wir kamen, desto karger wurde die Vegetation. In der Horomboh&uuml;tte auf 3&nbsp;718 m &uuml;bernachteten wir dann zweimal. An diesem zus&auml;tzlichen Tag stiegen wir bis auf 4&nbsp;400 m zum Kibosattel und dann wieder zur&uuml;ck zur H&uuml;tte, vorbei am Zebrafelsen. So konnten wir uns besser an die H&ouml;he gew&ouml;hnen.<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/16-11-horombo_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Hanna Frei bei den Horombo H&uuml;tten</div> </div></div>  <div class="paragraph">Auf ging&rsquo;s zur Kiboh&uuml;tte auf 4&nbsp;720 m, wir durchquerten die von Lavasteinen &uuml;bers&auml;te W&uuml;ste. Abmarsch zum Uhuru Peak um Mitternacht. Kurz vor Tagesanbruch erreichten wir den Gilman&rsquo;s Point auf 5 715 m, weiter ging es zum Gipfel auf 5 895 m. Nach kurzem Aufenhalt mussten wir den h&ouml;chsten Berg Afrikas wegen der grossen H&ouml;he wieder Richtung Horomboh&uuml;tte verlassen.<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/16-12-hanna-marie-louise_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Es ist geschafft, Hanna Frei und Marie-Louise Lauener gr&uuml;ssen vom Uhuru Peak.</div> </div></div>  <div class="paragraph">Jetzt ging es auf gleichem Weg wieder zur&uuml;ck nach Marangu, wo am fr&uuml;hen Abend noch ein F&uuml;hrer-Tr&auml;gerfest veranstaltet wurde.<br />Das Motto unseres B&uuml;ndner Bergf&uuml;hrers hiess &laquo;pole, pole!&raquo;, langsam, langsam. So erreichten wir die H&uuml;tten und den Gipfel problemlos.<br />Es bleibt uns ein wundersch&ouml;nes, unvergessliches Trekking am Kilimanjaro in Erinnerung.<br />Anschliessend machten wir noch eine Safari zum Ngorongoro Krater und dem Tarangire Nationalpark. Mit einem 2-t&auml;gigen Aufenthalt auf der kleinen Koralleninsel &laquo;Chale Island&raquo;, nur 600 m von der K&uuml;ste Kenias entfernt, gingen unsere Afrika-Ferien zu Ende.<br /></div>  <div class="paragraph"><strong>2018 Otto L&ouml;ffler</strong><br />Im Februar 2018 stiegen Susanne und ich in einem 6 Tage dauernden Trekking auf den Kilimanjaro. Auch wir waren auf der Marangu-Route unterwegs.<br />In der Kibo H&uuml;tte auf 4&nbsp;703 m, der letzten H&uuml;tte vor dem vor dem Gipfeltag, war es dann nicht mehr so gem&uuml;tlich. Viel kann nicht geschlafen werden, weil es zu kalt ist, die Luft etwas knapp zu sein scheint und vor allem wegen der Erwartung der Tagwacht um 24.00 Uhr, was sowieso keinen Schlaf zul&auml;sst. &nbsp;Tag 5 bricht also um Mitternacht an. Eine Stunde sp&auml;ter laufen wir ganz, ganz langsam los. Ein endloser, unglaublich sch&ouml;ner Sternenhimmel begleitet uns bis kurz vor der Morgend&auml;mmerung. Wir steigen hoch bis zum ber&uuml;hmten Gilman&rsquo;s Point auf 5 715 m. Von hier gilt es noch die letzten 200 H&ouml;henmeter zu bezwingen, entlang dem Kraterrand, vorbei an Schnee- und Gletscherfeldern. Ein glutroter Sonnenaufgang im R&uuml;cken und vor uns das Ziel &ndash; der Uhuru Peak auf 5 895 m.<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/16-13-otto_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Otto L&ouml;ffler auf dem h&ouml;chsten Punkt Afrikas</div> </div></div>  <div class="paragraph">Alle Teilnehmer sind in ihren Emotionen sehr, sehr gl&uuml;cklich und zufrieden. Da oben zu sein, auf dem Mount Kilimanjaro war wunderbar und wird immer in sch&ouml;ner und hoch motivierender Erinnerung bleiben.<br />&#8203;<br /></div>  <div class="paragraph">W&auml;hrend wir 1974 auf dem Kilimanjaro Trekking tagelang niemandem begegneten, ist zu lesen, dass heute pro Jahr bis zu 50&nbsp;000 Personen den Berg besteigen. Und prompt sind dazu (wie fast zu allem) auch kritische, ja gar missg&uuml;nstige Kommentare im Internet zu finden. Viele w&uuml;rden den Berg nur aus Prestigegr&uuml;nden besteigen, es sei zu kommerzialisiert usw. Auch wenn es denn so w&auml;re, sehe ich nicht per se etwas Schlechtes dabei. Das Gebiet ist 1987 zu einem Unesco Weltnaturerbe erkl&auml;rt worden, was auch eine gewisse Sicherheit gibt, dass die Landschaft intakt bleiben muss und nicht Schaden nehmen sollte.<br />Der Kilimanjaro Nationalpark ist ca. halb so gross wie das ganze Berner Oberland, bietet also schon etwas Platz. Im Oberland gibt es viele Berge, die von viel, viel mehr Leuten besucht werden. Ich bef&uuml;rchte, st&uuml;nde der Berg bei uns, g&auml;be es sicher Transportmittel bis auf 4&nbsp;000 m H&ouml;he.<br />Es wird vieles unternommen, um den Trekking-Tourismus am Kilimanjaro unter Kontrolle zu behalten. Die Besteigung ist geb&uuml;hrenpflichtig, zudem ist die Beauftragung eines&nbsp;F&uuml;hrers sowie die Besch&auml;ftigung einheimischer Tr&auml;ger vorgeschrieben. Ich kann mich erinnern, dass wir das Holz zum Kochen von ganz unten mitgetragen haben, auch im Regenwald durfte nichts mitgenommen werden. Der ganze anfallende M&uuml;ll wurde von den Tr&auml;gern zur&uuml;ckgenommen. Es ist sicher verfehlt, wenn Personen, die noch nie einen mehrt&auml;gigen Marsch unternommen haben, sich auf dieses Abenteuer einlassen. Sonst gibt es eben unerw&uuml;nschte Bilder, die Kritikern Nahrung bieten. Es ist zu lesen, dass insgesamt nur die H&auml;lfte aller Teilnehmer den Kraterrand erreichen. Das zeigt schon, wie mangelhaft vorbereitet sich manche an das Vorhaben wagen. Es kann ja immer was passieren und doch, von All Blacks Thun haben meines Wissens alle mindestens den Kraterrand erreicht.<br />Ja, es ist halt doch so, wenn man mal einen &laquo;fast&raquo; 6&nbsp;000 er bestiegen hat, ist man eben schon ein wenig stolz :-)<br /></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Im Trainingslager in Kenia mit Joelle Hänni]]></title><link><![CDATA[https://allblacksthun.weebly.com/blog/im-trainingslager-in-kenia-mit-joelle-hanni]]></link><comments><![CDATA[https://allblacksthun.weebly.com/blog/im-trainingslager-in-kenia-mit-joelle-hanni#comments]]></comments><pubDate>Tue, 13 Jun 2023 09:28:07 GMT</pubDate><category><![CDATA[2023]]></category><guid isPermaLink="false">https://allblacksthun.weebly.com/blog/im-trainingslager-in-kenia-mit-joelle-hanni</guid><description><![CDATA[- Joelle H&auml;nni &amp; Roland Riedener, alle Bilder von Joelle H&auml;nni -&nbsp;Erst seit 2022 in unserem Verein und schon ein Trainingslager in Kenia besucht? Das muss ja ein Profi sein, der, oder besser die unserem Verein beigetreten ist! Schon ein bisschen krass, da fragen wir mal nach.&nbsp;Joelle: Ja, einen Beruf habe ich, ich arbeite als Fachfrau Betreuung Kind in einer Kita in Thun und bin auch Lehrlingsbetreuerin.&nbsp;In Kenia giltst du als Musungu! (eine Person europ&auml;ischer He [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="paragraph"><em>- Joelle H&auml;nni &amp; Roland Riedener, alle Bilder von Joelle H&auml;nni -</em><br />&nbsp;<br /><strong><em>Erst seit 2022 in unserem Verein und schon ein Trainingslager in Kenia besucht? Das muss ja ein Profi sein, der, oder besser die unserem Verein beigetreten ist! Schon ein bisschen krass, da fragen wir mal nach.</em></strong><br />&nbsp;<br />Joelle: Ja, einen Beruf habe ich, ich arbeite als Fachfrau Betreuung Kind in einer Kita in Thun und bin auch Lehrlingsbetreuerin.<br />&nbsp;<br /><em>In Kenia giltst du als Musungu! (eine Person europ&auml;ischer Herkunft oder eben eine weisse Frau)</em><br />&nbsp;<br />Joelle: Ja, eine aus Heimberg, da bin ich aufgewachsen. Schon immer machte ich gerne Sport, besonders das Laufen hat mir immer sehr gefallen. Neben Ausbildung, Musik-, Gesangs- und Klavierstunden blieb mir zeitweise nicht mehr so viel Zeit. Seit ich aber aus der Lehre bin, mache ich sehr gerne mehr Sport und das vor allem im Team, in einer Gruppe.<br />Meine neue Freiheit habe ich aber auch f&uuml;r das Reisen genutzt. Neben einem Sprachaufenthalt besuchte ich mit einer Gruppe von Freunden auch verschiedene Unterst&uuml;tzungsprogramme f&uuml;r Kinder im Ausland. Ich war zum Beispiel einen Monat in S&uuml;dafrika und lernte dort ein Projekt kennen, das in den Townships aktiv ist. In &Auml;thiopien war es ein Projekt, das alleinerziehende M&uuml;tter unterst&uuml;tzt, die aufgrund ihrer Armut Hilfe brauchen; im Libanon arbeitete ich mit Fl&uuml;chtlingsfamilien aus Syrien zusammen. Mit Grossen und Kleinen hatte ich auch bei einem 3-monatigen Einsatz im Strandbad Thun zu tun.<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/4-1-joelle-suedafrika_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Joelle in den Townships in S&uuml;dafrika.</div> </div></div>  <div class="paragraph">Als ich vom Reisen zur&uuml;ckkam und wieder in der gleichen Kita zu arbeiten begann, wo ich schon meine Ausbildung absolviert hatte, h&ouml;rte ich von den &laquo;All Blacks&raquo; durch den Vater eines Kindes in der Kita. Er hat mir diesen Verein empfohlen. Da besuchte ich ein Training, und es hat mir sehr gefallen, sofort habe ich mich wohl gef&uuml;hlt. Wir sind ein paar junge coole Frauen, vom Alter und vom Leistungsniveau her &auml;hnlich, es harmoniert einfach. Seither gehe ich am Montag ins Krafttraining bei Res Ryser und Anina Zangger in der Str&auml;ttlighalle oder im Sommer im Lachenstadion, und am Mittwoch ins Bahntraining oder auf einen Dauerlauf, auch ab dem Lachenstadion. Manchmal gehe ich auch alleine laufen oder treffe mich mit meinen Trainingskolleginnen der &laquo;All Blacks&raquo; f&uuml;r zus&auml;tzliche Laufeinheiten oder sonstige sportliche Aktivit&auml;ten.<br />&nbsp;<br /><em>Wie kamst du dazu, die Tage um den Jahreswechsel 2022 / 2023 in Kaptagat in Kenia zu verbringen?</em><br />Sicher hat geholfen, dass ich durch verschiedene Reisen sowieso schon eine Leidenschaft f&uuml;r Afrika entwickelt hatte. Dann ist da noch mein Onkel, selber ein ambitionierter Hobbysportler und manchmal auch ein bisschen mein Trainer. Er besucht immer wieder mal dieses L&auml;ufercamp in Kaptagat, zum Trainieren und um im Betrieb mitzuhelfen.<br /><br /><em>Wie muss man sich Kaptagat und das Camp vorstellen?<br />&#8203;</em><br />Kaptagat ist nicht eine Stadt, wie man sich vorstellt, sondern ein h&uuml;geliges, l&auml;ndliches Gebiet mit einer charakteristisch rot-braunen, sandigen Erde. In der N&auml;he gibt es auch einen wundersch&ouml;nen Pinienwald. Es liegt in der Provinz Rift Valley im Osten von Kenia auf einer H&ouml;he von 2400 Metern und hat ein k&uuml;hles, gem&auml;ssigtes Klima. Die grossartigen M&ouml;glichkeiten zum Laufen haben einige der weltbesten Langstreckenl&auml;ufer hervorgebracht. Es gibt unz&auml;hlige Trainingscamps. Nur etwa 20 km weg befindet sich Eldoret, und auch Iten liegt nur in etwa 50 km Entfernung. Das sind die beiden eigentlichen L&auml;uferhochburgen in Kenia. Aber auch in Kaptagat ist es unerh&ouml;rt eindr&uuml;cklich, am Morgen fr&uuml;h in den W&auml;ldern zu trainieren. Fortw&auml;hrend rauschen L&auml;ufergruppen an dir vorbei, fast alle sind Spitzenathleten.<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/4-2-joelle-karte_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Karte von Kenia mit der L&auml;uferhochburg im Osten im Gebiet von Eldoret.</div> </div></div>  <div class="paragraph">&#8203;Das Camp, wo ich war, heisst &laquo;Complete Sports Athletics Training Centre&raquo;. Alles in allem wohnen und trainieren hier etwa 60 AthletInnen und ein Staff von etwa 15 Leuten. Es wurde 2012 er&ouml;ffnet und besteht momentan aus zwei H&auml;usern, ein drittes ist im Bau. Es soll sp&auml;ter auch als Athletenhotel dienen, damit die Camp-Bewohner Gelegenheit haben, mit internationalen Athleten Kontakte zu kn&uuml;pfen und Beziehungen aufzubauen.<br />&nbsp;<br />Fast alle Leute hier in Kaptagat, auch die L&auml;ufer, sind ebenfalls Kleinbauern. So ist das Camp eigentlich auch ein Bauernhof, wo man Nahrungsmittel anpflanzt und Tiere h&auml;lt. Ein Koch ist angestellt, er hat das mit der einfachen, orts&uuml;blichen Verpflegung voll im Griff. Die Milch wird vom Nachbarsjungen mit seinem Velo geliefert. Hier habe ich auch gelernt, mein erstes Huhn selber zu schlachten.</div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/4-3-joelle-mit-huhn_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Zu Neujahr wird ein Festessen frisch zubereitet.</div> </div></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/4-4-joelle-essensausgabe_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Essensausgabe</div> </div></div>  <div class="paragraph">&#8203;Das Ziel des Camps ist, jungen, ambitionierten AthletInnen zu helfen, ihr Potential zu entwickeln, ihnen durch den Laufsport eine Perspektive zu geben. An den Sporttagen der Highschools oder an den Crossl&auml;ufen werden AthletInnen mit Potenzial ausgemacht und ins Camp eingeladen. Das wird immer wahrgenommen, ergibt sich dadurch doch die Chance zu einem besseren Leben und zu einem geregelten Alltag. Sie lernen, f&uuml;r sich Verantwortung zu &uuml;bernehmen und mit der notwendigen Disziplin zu leben, um erfolgreich zu werden.<br />Mancher kommt ins Camp ohne Schuhe oder sonstige Laufausr&uuml;stung. Das &auml;ndert dann, man bekommt richtiges Essen, Coaching und Ausr&uuml;stung. Es herrscht aber auch ein strikter Tagesplan, man muss zur Zeit bereit sein f&uuml;r die Trainings, f&uuml;r das Essen usw.<br />Ein normaler Tag startet um 5.40 Uhr, man macht sich bereit f&uuml;r das Training. Um 6 Uhr geht es los. Man rennt f&uuml;r vielleicht 20 km, nimmt eine Dusche und geniesst das Fr&uuml;hst&uuml;ck, Brot und, was so ihr Energy Drink ist: Schwarztee mit Zucker und Milch, das trinken sie dauernd. Um 10 Uhr gibt es das zweite Training: eher Tempotrainings mit Intervallen oder &auml;hnliche Formen. Dann am Nachmittag um 15 Uhr noch eine dritte Einheit mit z. B. Schnelligkeit, Kraft und Koordination. Dazwischen heisst es relaxen, vielleicht ein bisschen schlafen oder sich eine Massage g&ouml;nnen. Es gibt am Tag drei Mahlzeiten, die man gemeinsam einnimmt.<br />&nbsp;<br />Im Camp gibt es zwar unterschiedliche Leistungsgruppen, jedoch wird im t&auml;glichen Leben kein Unterschied gemacht. Die Atmosph&auml;re ist sehr kollegial, und alle werden gleichbehandelt. Man weiss wieso man hier ist, motiviert sich gegenseitig, nutzt die freie Zeit, um K&ouml;rper und Geist zu regenerieren und achtet auf viel Erholung und Schlaf. Auch ich kam richtig zur Ruhe dort. Man ist so geerdet durch dieses einfache Leben. Man pflanzt sein Essen selber an, erntet es und lebt davon. Abwaschen tut man an einem Brunnen neben den K&uuml;hen, alles ist so einfach, die Resten bekommen direkt die Tiere.<br /><em>Da hast du auch an den Trainings teilgenommen?</em><br />Ja, aber in einem Umfang und in einer Intensit&auml;t, die mir entspricht. Einige der Coaches sind Spitzenathleten, mit ihnen kann man sich auch gut auf Englisch verst&auml;ndigen. Sie sind manchmal mit mir hinter dem Pulk hergerannt, haben mich beobachtet und mir wertvolle Tipps gegeben. Vielfach ist mein Onkel den L&auml;ufern mit dem Truck hinterhergefahren. Wenn ich dann genug hatte, setzte ich mich hinten drauf. Es ist dann schon sehr, sehr eindr&uuml;cklich, den L&auml;ufern zu folgen, so mit 20 km/h!<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/4-5-joelle-laufschule_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Laufschule</div> </div></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/4-6-stabi-im-pinienwald_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Stabi im Pinienwald</div> </div></div>  <div class="paragraph">&#8203;Das Camp kann auf nationaler Ebene schon viele sportliche Erfolge vorweisen z. B. an den kenianischen Meisterschaften und auch auf internationaler Ebene. Noah Kipkemboi zum Beispiel, er war einer der Tempomacher beim &laquo;sub 2 hours&raquo;-Marathon von Eliud Kipchoge in Italien im Jahr 2017. Eliud selber trainiert im Global Camp nur etwa 1 km vom Complete Sports Camp entfernt. Nicht wenige schaffen es, nach der Ausbildung vom Sport leben zu k&ouml;nnen. Schon viele haben den Halbmarathon unter 1 Stunde absolviert. Einige der ehemaligen Athleten trainieren heute im Global Camp mit Eliud Kipchoge.<br />K&uuml;rzlich ist das Camp vom kenianischen Laufverband anerkannt worden, will heissen, jetzt bekommen sie auch finanzielle Unterst&uuml;tzung durch den Staat. Ansonsten ist das Projekt als gemeinn&uuml;tziger Verein organisiert und lebt von Spenden.<br />&nbsp;<br /><em>Was nimmst du mit nach Hause?</em><br />&nbsp;<br />Es sind einmal die rot-braun gef&auml;rbten Laufschuhe. Erst putzte ich diese noch nach den L&auml;ufen, aber das habe ich dann bald aufgegeben! Dann ist es die Erfahrung, wie man aus einfachsten Verh&auml;ltnissen heraus mit Motivation und Willenskraft solche Spitzenleistungen erbringen kann. Es war ein interessanter Einblick in die Welt des Lauf-Spitzensports.<br />Ich lernte auch, wie wichtig es ist, zur inneren Ruhe zu finden. Nat&uuml;rlich kann ich mich wegen ein paar Trainings l&auml;uferisch jetzt nicht gross verbessern, aber es war das Abenteuer und die Erfahrung, das mich begeistert hat. Vor allem hat mich beeindruckt, wie die AthletInnen alles geben und unglaublich hart trainieren.<br />&nbsp;<br /><em>Wie kompliziert ist die Reise auf Kaptagat, und wie ist das mit der Verst&auml;ndigung und dem Essen?</em><br />&nbsp;<br />Weil ich schon zuvor in Afrika unterwegs war, hatte ich bereits einige Impfungen. F&uuml;r Kenia machte ich noch die Gelbfieberimpfung und nahm w&auml;hrend meines Aufenthalts in Kaptagat Malaria-Prophylaxe. Das war zwar nicht zwingend, weil es auf 2400 m &uuml;. M. nicht mehr viele Moskitos gibt.<br />Zu erreichen ist das Camp mit einem Flug auf Nairobi, gefolgt von einem Inlandflug auf Eldoret und einer 1-st&uuml;ndigen Autofahrt auf Kaptagat. Mit dem Auto ab Nairobi ginge es etwa 6 Std., aber immerhin auf geteerten Strassen.<br />Die Leute mit besserer Schulbildung reden etwas Englisch, ansonsten ist die Umgangssprache Suhaeli. Davon kann ich auch einige Worte. Wenn n&ouml;tig traf man sich in der Mitte und hilft einander.<br />Das Camp hat zwar eigenes Wasser, trinken durfte ich aber nur Mineralwasser aus der Flasche. Das einfache, nat&uuml;rliche, lokale Essen im Camp kann man gut zu sich nehmen. Besonders Ugali, eine typisch kenianische Mahlzeit &ndash; aus Maisgriess und Wasser hergestellt und mit verschiedenen Beilagen wie Gem&uuml;se und Fleisch serviert &ndash; wird t&auml;glich gegessen. Ugali ist sehr nahrhaft und energiereich und ist deshalb eine beliebte Mahlzeit f&uuml;r Sportler und Arbeiter.<br />Als weisse Frau ist man im l&auml;ndlichen Kaptagat, ausserhalb des Camps, schon etwas Spezielles, eben eine &laquo;<u>Musungu</u>&raquo; wie eingangs erw&auml;hnt. Nicht, dass ich jetzt vor Kriminalit&auml;t Angst gehabt h&auml;tte, aber man wird gut beobachtet und h&auml;ufig angesprochen. Die M&auml;nner sehen in einem die M&ouml;glichkeit eines Tickets f&uuml;r Europa oder Amerika, auf Geld und auf ein besseres Leben. Man kann es verstehen. In Eldoret, einer Stadt mit fast einer halben Million Einwohner, ist das schon anders, da ginge ich jetzt wahrscheinlich auch alleine einkaufen. Durch die Beziehungen meines Onkels konnte ich auch einen Pickup benutzen. Es herrscht Linksverkehr in Kenia, und das Autofahren auf den rot-braunen sandigen Strassen war f&uuml;r mich ein Abenteuer. Man gr&uuml;sst sich durch Hupen, und man regelt durch Hupen den Verkehr und man hupt, weil man einfach Freude am Fahren hat.<br />&nbsp;<br /><em>Und zum Schluss noch, wie sieht es aus mit L&ouml;wen, Affen und allerhand anderen Tieren, die in der Wildnis Afrikas leben?</em><br />&nbsp;<br />Da hatte ich jetzt keine Begegnungen! Es hat so viele L&auml;ufer unterwegs, da w&auml;re es eher so, dass die Tiere Angst h&auml;tten. Du musst dir vorstellen, es ist, wie wenn du durchs B&auml;lliz als normaler Fussg&auml;nger schlenderst und all die Leute um dich herum w&auml;ren als L&auml;ufer unterwegs. Immer wieder hat es Athletencamps.<br />Riesenspinnen richteten sich schon immer wieder ein in meinem Zimmer, aber von denen muss man eigentlich keine Angst haben&hellip;<br /></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[All Blacks Laufreise Transgrancanaria 2023 «Welche Distanz hättest du gerne?»]]></title><link><![CDATA[https://allblacksthun.weebly.com/blog/all-blacks-laufreise-transgrancanaria-2023-welche-distanz-hattest-du-gerne]]></link><comments><![CDATA[https://allblacksthun.weebly.com/blog/all-blacks-laufreise-transgrancanaria-2023-welche-distanz-hattest-du-gerne#comments]]></comments><pubDate>Fri, 14 Apr 2023 13:31:07 GMT</pubDate><category><![CDATA[2023]]></category><guid isPermaLink="false">https://allblacksthun.weebly.com/blog/all-blacks-laufreise-transgrancanaria-2023-welche-distanz-hattest-du-gerne</guid><description><![CDATA[- Corinne Saurer, Hanna Frei, H&eacute;l&egrave;ne Grossenbacher, Manuel Walker, Martina Scheidegger und Sonja Walthert -&#8203;Corinne Saurer:Nachdem ich seit 2015 j&auml;hrlich nach Gran Canaria an den Transgrancanaria reise und mehrmals von All Blacks-Mitgliedern darauf angesprochen wurde, bot ich an, im 2023 eine Laufreise zu organisieren.&nbsp;Im Mai 2022 folgte die erste Info im Clublokal. Rund zwei Handvoll Mitglieder interessierten sich f&uuml;r Informationen &uuml;ber diesen Lauf. Einig [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="paragraph"><em><font size="3">- Corinne Saurer, Hanna Frei, H&eacute;l&egrave;ne Grossenbacher, Manuel Walker, Martina Scheidegger und Sonja Walthert -</font></em><br /><br />&#8203;Corinne Saurer:<br />Nachdem ich seit 2015 j&auml;hrlich nach Gran Canaria an den Transgrancanaria reise und mehrmals von All Blacks-Mitgliedern darauf angesprochen wurde, bot ich an, im 2023 eine Laufreise zu organisieren.<br />&nbsp;<br />Im Mai 2022 folgte die erste Info im Clublokal. Rund zwei Handvoll Mitglieder interessierten sich f&uuml;r Informationen &uuml;ber diesen Lauf. Einige davon kamen an die erste Information, andere baten um die Informationen via Mail. Im September 2022 trafen wir uns zum zweiten Mal. Alle, welche eine Teilnahme planten, kamen nochmals f&uuml;r einen Austausch zusammen und informierten einander, welche Distanz sie absolvieren wollten und welche Reisedaten sie planten. Es wurde also konkret! Sechs Personen (Corinne, Hanna, H&eacute;l&egrave;ne, Manuel, Martina und Sonja) buchten f&uuml;r drei verschiedene Distanzen je einen Startplatz am Transgrancanaria 2023. Manuel Walker registrierte sich f&uuml;r den Hauptlauf, den Classic (128 km, 7000 HM), Hanna Frei, H&eacute;l&egrave;ne Grossenbacher, Martina Scheidegger (die Partnerin von Manuel) und ich f&uuml;r den Marathon (45 km, 1900 HM), und Sonja Walthert f&uuml;r den Promo (12 km, 725HM). Nachdem die Startpl&auml;tze gebucht waren, folgten die Reservationen der Unterk&uuml;nfte und Fl&uuml;ge. Nun waren wir sechs Unternehmungsfreudigen schon fast startklar. Nat&uuml;rlich hing alles noch vom Training ab. Im November 2022 traf im Chat die Nachricht ein, dass H&eacute;l&egrave;ne im Januar 2023 den Meniskus operieren m&uuml;sse und somit den Marathon nicht laufen k&ouml;nne. Zum Gl&uuml;ck entschied sich H&eacute;l&egrave;ne, trotzdem auf die Reise mitzugehen. Ende Dezember 2022 musste ich mir dann eingestehen, dass ich im Februar 2023 nicht f&uuml;r einen Marathon bereit sein werde. So entschieden H&eacute;l&egrave;ne und ich, unsere Laufdistanz auf die k&uuml;rzeste Distanz umzumelden. Statt der 45 km wollten wir doch wenigstens die 12 km marschieren. Eine Woche vor der Abreise erlitt Manuel eine Verletzung, worauf ihm der Arzt dringend abriet, einen so langen und anspruchsvollen Lauf zu absolvieren. Somit &auml;nderte auch Manuel seinen Plan und wurde vom L&auml;ufer zum Begleiter.<br />&nbsp;<br /><strong>Und los geht&rsquo;s!</strong><br />Am 17. Februar 2023 nahm Sonja Walthert als Erste die Reise auf die Kanaren in Angriff. Am 21. Februar folgten ihr Hanna, H&eacute;l&egrave;ne und ich auf Gran Canaria. Der erste Schritt f&uuml;hrte uns am Tag nach der Ankunft zur Startnummernausgabe. Anschliessend teilten wir unsere Vorfreude an einem gemeinsamen Nachmittag am Meer mit Imbiss und Baden. Am Abend hiess es bereits vorbereiten und packen. Denn am Morgen vom Donnerstag war in Artenara der Start f&uuml;r die k&uuml;rzeste Distanz des Anlasses (12 km, 725 HM), nach Tejeda geplant.<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/7-1-startnummern_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">V.l.n.r. Corinne Saurer, Sonja Walthert, Hanna Frei und H&eacute;l&egrave;ne Grossenbacher bei der Startnummernausgabe.</div> </div></div>  <div class="paragraph">&#8203;Sonja Walthert:<br />Als der Car in Maspalomas startete, war ich schon etwas nerv&ouml;s, da ich noch nie im Leben einen solchen Lauf im Ausland erlebt hatte. Die Fahrt war sehr kurvenreich und je n&auml;her wir ins Zentrum von Gran Canaria nach Artenara kamen, je regnerischer wurde es! Beim Start froren Corinne, H&eacute;l&egrave;ne und ich schon etwas! Kaum waren wir gestartet, merkte ich, dass ich wohl auch besser die Walkingst&ouml;cke mitgenommen h&auml;tte! Fast der ganze Lauf schl&auml;ngelte sich durch enge Bergwege, die durch den Regen total &laquo;pfludig&raquo; wurden und mir so sehr gef&auml;hrlich vorkamen. Ich musste sehr aufpassen, landete trotzdem einmal auf dem Hintern und walkte wirklich fast w&auml;hrend des ganzen Laufs. Die Landschaft war sehr vielf&auml;ltig z. B. Mandelb&auml;ume in der Bl&uuml;te und Zitronen- und Mandarinenb&auml;ume mit reifen Fr&uuml;chten, herzige D&ouml;rfer mit ihren weissen H&auml;uschen, einmal musste man aufpassen, dass man nicht die H&uuml;hner auf einem Hof &uuml;berrennt! Um das alles geniessen zu k&ouml;nnen und ohne zu viele blaue Flecken (wegen Sturzgefahr) ans Ziel zu kommen, war mir die Zeit ziemlich egal! Nach 12 km war ich schon etwas froh, in Tejeda angekommen zu sein! Die angebotenen Orangenh&auml;lften und Bananen schmeckten herrlich, da sie auch von Tejeda stammten! Kleine gr&uuml;ne Bananen von Gran Canaria sind eine Spezialit&auml;t! Was ich noch erw&auml;hnen will: Corinne hat Andie, einen Kollegen aus L&ouml;rrach getroffen, und dessen Jacke durfte ich zweimal anziehen, worum ich sehr dankbar war. Da wir in Maspalomas sch&ouml;ne Temperaturen f&uuml;r kurz&auml;rmlig und ohne Socken hatten, untersch&auml;tzte ich die K&auml;lte in den Bergen! Ich hatte noch die Gelegenheit, in einem Restaurant 2 kg Orangen von Tejeda zu kaufen f&uuml;r 2.6 &euro;, und um halb 5 Uhr fuhr dann der Car wieder ca. 1,5 Std. die kurvenreiche Strecke retour.&nbsp;<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/7-2-sonja_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Der Zieleinlauf von Sonja Walthert in Tejeda auf 1050 m &uuml;ber Meer. </div> </div></div>  <div class="paragraph">H&eacute;l&egrave;ne Grossenbacher:<br />Anf&auml;nglich wollte ich mit Hanna die 45 km bew&auml;ltigen, aber meistens kommt es anders als man plant. Nach einem guten Sommer mit sch&ouml;nen L&auml;ufen habe ich mich am Meniskus verletzt. Dieser musste 6 Wochen vor dem Lauf operiert werden, aber ich konnte trotzdem mit Corinne den 12 km Lauf machen. An diesem Tag war es tr&uuml;b, kalt und windig. Etwa wie in der Schweiz&hellip; Der Weg war rutschig und schlammig. Zum Gl&uuml;ck hatten wir St&ouml;cke dabei&hellip;<br />Wir haben uns Zeit genommen, haben die sch&ouml;nen bl&uuml;henden Mandelb&auml;ume und die durch den Regen gr&uuml;ne Vegetation bewundert. Es war ein sch&ouml;nes Erlebnis. Danke Corinne!<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/7-3-corinne-h-l-ne_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Corinne Saurer und H&eacute;l&egrave;ne Grossenbacher unterwegs.</div> </div></div>  <div class="paragraph">Zur selben Zeit, w&auml;hrend wir drei (H&eacute;l&egrave;ne, Sonja und Corinne) am Donnerstag noch auf unserem Lauf waren, trafen Manuel und seine Lebenspartnerin Martina auf der Insel ein. Gemeinsam genossen wir als Gruppe ein feines Abendessen am Meer. F&uuml;r die einen galt es, Energie zur&uuml;ckzuf&uuml;hren und f&uuml;r die anderen war es das Pasta-Essen am Vorabend des Laufes. Denn am Folgetag stand der Marathon auf dem Programm. F&uuml;r diese Distanz galt es f&uuml;r Hanni und Martina ernst. Nach dem Essen machten sie sich auf den Heimweg zum Ausruhen, Packen und mentalen Vorbereiten, w&auml;hrend H&eacute;l&egrave;ne und ich den Abend noch bei einem Drink am Meer ausklingen liessen.<br /><br />Hanna Frei:<br /><strong>TransGranCanaria 24. Februar 2023 / + 1900 H&ouml;henmeter / - 2900 H&ouml;henmeter</strong><br /><strong>Mein grosses Ziel, die 45 km zu finishen.</strong><br />&nbsp;<br />Ich liege gem&uuml;tlich am Pool, die Sonne scheint mir ins Gesicht, herrlich! Zeit, den Lauf Revue passieren zu lassen.<br />Steine-Steine-Steine. In allen Gr&ouml;ssen, Formen und Farben. Das sind in den n&auml;chsten Stunden meine steten Begleiter. Um 9.30 Uhr ist der Start in Tejeda geplant. Es regnet ein bisschen. Den Regenbogen auf der gegen&uuml;berliegenden Seite nehme ich als gutes Omen. Irgendwann laufen die Ersten los, habe den Startschuss wohl verpasst. Nach ca. 1 km gibt's einen Stau, Zeit die Regenjacke auszuziehen (brauche sie auch nicht wieder). Kurze Zeit sp&auml;ter kommt der erste happige Aufstieg. Zum Teil ist es glitschig zwischen den Steinen, jeder Schritt muss wohl &uuml;berlegt sein. Dann kommt der Roque Nublo in Sicht, wundersch&ouml;n anzuschauen, aber der Aufstieg ist schmal und steinig.<br />Oh... &Uuml;berraschung !!! Wer steht da mitten auf dem Weg, mit der Kamera in der Hand, meine Laufkollegin H&eacute;l&egrave;ne und ein St&uuml;ck weiter noch zwei weitere Fans, Corinne und Manuel. Sie unterst&uuml;tzen mich auch bei der zweiten Verpflegungsstelle. Ein riesiger Aufsteller. Danke euch dreien. &Uuml;ber viele Steine bergauf und bergab geht's weiter. Habe schnell gemerkt, dass ich auf der anspruchsvollen Strecke nicht meine geplante Zeit laufen kann. Macht nichts, dann kommt halt Plan B zur Anwendung, der da w&auml;re: Gesund im Ziel ankommen.<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/7-4-hanna_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Hanna Frei auf der Marathonstrecke.</div> </div></div>  <div class="paragraph">&#8203;Die wundersch&ouml;ne Landschaft kann ich nur zeitweise geniessen, muss ich doch immer auf den unebenen Boden achten. Steine-Steine-Steine. Nach der 3. und letzten Verpflegung geht's nochmals den Berg hoch und dann hinunter in ein langes ausgetrocknetes Bachbett. Es wird immer dunkler hier unten, ich kann nicht mehr viel sehen. Zum Gl&uuml;ck haben in der Gruppe, in der ich seit ein paar Kilometern mitlaufe, zwei Schlaue ein Licht dabei. Ich h&auml;nge mich hinten an und habe so ein wenig Licht. Oh, pl&ouml;tzlich kommt ein Licht von vorne. Ein Helfer hat die Not erkannt, einen Sack mit Taschenlampen organisiert, und ist den langsameren L&auml;ufern entgegengelaufen. Mit einem Licht in der Hand geht's wieder viel besser. Bald schon ist das Bachbett zu Ende, und wir kommen auf einen schmalen Pfad. In der Ferne sind die Lichter vom Maspalomas zu sehen, das Ziel nicht mehr weit. Nochmals etwas Tempo zulegen und schon ist der blaue Teppich da. Endlich, mein Ziel ist erreicht! Werde von meinen Laufkolleginnen &uuml;berschw&auml;nglich in Empfang genommen. Mit der Medaille um den Hals sind die Strapazen schnell vergessen. Das war aber ein richtiges Abenteuer. Ein grosses Dankesch&ouml;n an alle die mich unterst&uuml;tzt haben.<br />&nbsp;<br />Martina Scheidegger:<br /><strong>Der TransGranCanaria 2023 Erlebnis pur</strong><br />Wie so oft bin ich mit an Bord, mein Freund Walker Manuel hat mich wieder &laquo;mitgeschleppt&raquo; J.<br />Eines Abends er&ouml;ffnete er mir seinen Plan, auf Gran Canaria einen Ultra zu laufen. Zuerst traute ich meinen Ohren nicht. Dann habe ich mich entschieden, wenn ich schon soweit fliege, dann werde ich auch an einem Lauf teilnehmen. Also entschied ich mich f&uuml;r die Marathon-Disziplin. F&uuml;r mich pers&ouml;nlich die l&auml;ngste je gelaufene Distanz. Das Abenteuer kann also beginnen. F&uuml;r unseren Start am Freitag wurden wir zuerst mit dem Car 1,5 Std nach Tejeda gefahren. Das war schon das erste Erlebnis. Schon mal wie die Chauffeure diese Busse durch die engen Kurven schl&auml;ngelten. Bis zum Startschuss hat es noch geregnet, zum Gl&uuml;ck ist meine Angst vor rutschigen Trails ausgeblieben, die Steine und Wege waren, trotz der N&auml;sse, ziemlich griffig. Das erste Highlight und wahrscheinlich der bekannteste Teil des Marathons, der Roque Nublo, war leider im Nebel. Daf&uuml;r sorgten Manuel, H&eacute;l&egrave;ne und Corinne bei Kilometer 10 f&uuml;r die erste &Uuml;berraschung und feuerten mich lautstark an. Der n&auml;chste Aufstieg stand bevor, und oben hat uns die Sonne begr&uuml;sst. Es war sehr &uuml;berw&auml;ltigend, die Insel zeigte sich mehr und mehr von ihrer sch&ouml;nsten Seite. Bei Ayagaures, Kilometer 30, kam vom vielen Runterrennen die erste M&uuml;digkeitskrise in den Augen und im Kopf. Die Trails waren teils sehr technisch, und man musste sich gut konzentrieren. Die letzten ca. 10 km f&uuml;hrten durch das ber&uuml;hmt ber&uuml;chtigte Flussbett. Ab und zu konnte man rennen, aber oft musste ich gehen, das Risiko noch einen Misstritt einzufangen wollte ich nicht eingehen. Die Beine waren mittlerweile auf &laquo;Autopilot&raquo;. Einfach rennen und ins Ziel kommen, denn meine Wunschzeit k&ouml;nnte aufgehen. Und so hat es dann auch gereicht, unter 7 Stunden ins Ziel zu kommen. 6.58 Std. &ndash; ein wahnsinniges Erlebnis, das mich doch mit viel Stolz erf&uuml;llt, alles ist so gut gelaufen! Es war sehr emotional mit vielen Hochs und Tiefs in der Vorbereitung, und ich doch bis eine Woche vor dem Start nicht wusste, ob es mein rechtes Bein mitmachen w&uuml;rde, oder ob ich allenfalls nur gehen k&ouml;nnte. Es hat super Spass gemacht und war eine grossartige Erfahrung! Und, ich durfte wieder neue, coole Leute kennenlernen.<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/7-5-martina_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Martina Scheidegger nach ihrem bisher l&auml;ngsten Lauf bei ihrer Ankunft in Maspalomas.</div> </div></div>  <div class="paragraph">&#8203;Manuel Walker:<br /><strong>Manchmal kommt alles anders&hellip;</strong><br />Nun stehe ich da in Jeans und Pullover im Regen. Zusammen mit Corinne und H&eacute;l&egrave;ne warten wir auf Martina und Hanna beim Parkplatz des Roque Nublo. Die beiden laufen die 45 km-Strecke mit 1900 positiven und 2900 negativen H&ouml;henmetern. Auch wenn ich nicht selber laufen kann, freue ich mich trotzdem, dabei sein zu k&ouml;nnen. Die Stimmung ist grossartig, die Landschaft umwerfend und abwechslungsreich. Wir haben ein Auto gemietet und versuchen die beiden L&auml;uferinnen so gut wie m&ouml;glich zu unterst&uuml;tzen. Nach ein paar Worten und Fotos ziehen sie weiter, und wir fahren zum n&auml;chsten Verpflegungsposten. Dort verpassen wir zwar Martina, k&ouml;nnen aber Hanna nochmals kr&auml;ftig anfeuern. Bereits 20 km haben die beiden geschafft. Nun geht es f&uuml;r uns schon in den Zielbereich, wo der Speaker mit jedem Zieleinlauf die Stimmung anheizt. So dauert es nicht mehr lange, bis Martina gl&uuml;cklich das Ziel erreicht. Sp&auml;ter, als es eindunkelt, werden beim letzten Kontrollposten noch Lampen verteilt. Mit Lampe ausger&uuml;stet erreicht auch Hanna das Ziel &ndash; eine tolle Leistung!<br /><strong>3 Wochen fr&uuml;her:</strong><br />Ich bin auf der letzten Runde, die Beine werden langsam etwas m&uuml;de, aber der Kopf zieht weiter. Schliesslich gibt es ein Ziel zu erreichen. Die Uhr piepst und die 60 erscheint auf dem Display. Jetzt nur noch den Gurten hinunter, und dann habe ich es geschafft. 4 x dieselbe Runde von K&ouml;niz &uuml;ber den Gurten auf den Ulmizerberg und wieder &uuml;ber den Gurten zur&uuml;ck nach K&ouml;niz. Mein Haupttraining f&uuml;r den Transgrancanaria Classic &uuml;ber 128 km und rund 7000 H&ouml;henmeter sollen es werden. Der Gedanke daran motiviert mich, gibt mir ein Ziel, eine Mission. So sind es am Ende 70 km und rund 3200 H&ouml;henmeter geworden. Eine super Vorbereitung. Bis Gran Canaria habe ich jetzt noch fast 3 Wochen Zeit, mich zu erholen. Das Training ist somit erfolgreich abgeschlossen. Leider wird bereits 2 Tage sp&auml;ter von einem Ziehen in der Wade angek&uuml;ndigt, dass wohl doch alles anders kommen wird.<br /><strong>Eindr&uuml;cke von Gran Canaria und dem Transgrancanaria</strong><br />Ich habe Gran Canaria als eine landschaftlich sehr abwechslungsreiche und interessante Insel kennengelernt. Die Vulkaninsel ist unglaublich facettenreich. Bereits innert nur zwei Stunden Autofahrt erlebt man komplett unterschiedliche Landschaften. Von der K&uuml;ste mit Sandstrand und D&uuml;nen &uuml;ber trockene und karge Steinw&uuml;sten. Weiter ins Landesinnere passiert man pl&ouml;tzlich riesige Gebiete mit bl&uuml;henden Kakteen, Mandelb&auml;umen und Palmen. Die Schluchten und Berge mit den r&ouml;tlichen F&auml;rbungen erinnern an den Grand Canyon. Fichtenw&auml;lder wechseln sich mit markanten Steingebilden ab. Nicht selten kommt man in den Genuss tierischer Artenvielfalt. Grosse Eidechsen, Papageien oder der Kanarengirlitz, um nur einige zu nennen.<br />Mitten durch diese Sch&ouml;nheiten der Insel verlaufen die Trails des Transgrancanaria.<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/7-6-trails_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Es gibt auf der Insel viele sch&ouml;ne, wenn es sein muss auch ruppige, Trails f&uuml;r Freunde des Laufsports.</div> </div></div>  <div class="paragraph">&#8203;Der Lauf ist sehr gut organisiert. An Transport der L&auml;ufer, Verpflegungsposten mit reichhaltigem Buffet, Streckenmarkierungen und den eingespielten Helferteams ist gut ersichtlich, dass es sich um einen erfahrenen Organisator handeln muss. Die Webseite und Mails vom Veranstalter lassen praktisch keine offenen Fragen. So kann ich nur schw&auml;rmen von dieser Insel und kann den Lauf w&auml;rmstens weiterempfehlen. Auch ich werde zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt wieder nach Gran Canaria zur&uuml;ckkehren &ndash; aber dieses Mal als L&auml;ufer. Aber auch so habe ich den Urlaub sehr genossen, und wir hatten eine tolle Zeit mit einem super Team.<br /><strong>Die Gewissheit</strong><br />Leider erst nach dem Urlaub konnte ich noch ein MRI vom Bein machen. Nachdem wir zuerst annahmen, die Achillessehne sei besch&auml;digt, hat sich nun herausgestellt, dass es sich um eine Zerrung des Wadenmuskels mit einem kleinen Muskelriss handelt.<br />So hatte ich mit der Verletzung doch noch ein wenig Gl&uuml;ck, wo Muskeln doch viel schneller heilen als Sehnen. Klar war ich traurig, nicht in Gran Canaria starten zu k&ouml;nnen, aber jetzt auch gl&uuml;cklich dar&uuml;ber, wieder weitertrainieren zu k&ouml;nnen.<br />---<br />F&uuml;r Sonja galt es am Samstag, bereits wieder abzureisen. Wir anderen f&uuml;nf trafen uns am Sonntagabend zum Austauschen und Zusammensein am Meer zu einem feinen Abendessen. Der Montag diente der weiteren Erholung, und am Dienstagmorgen genossen wir noch einen Spaziergang am Strand bei Sonnenaufgang mit einem &laquo;Schwumm&raquo; in den grossen Wellen des Atlantiks. Am Dienstag war dann auch f&uuml;r Manuel und Martina die Ferienzeit zu Ende und wir drei &Uuml;briggebliebenen liessen unsere Reise am Mittwochabend bei einem letzten Drink am Meer ausklingen. Bei einer sch&ouml;nen Unterhaltungsshow mit Musikern und K&uuml;nstlern erinnerten wir uns noch einmal an unsere Erlebnisse der vergangenen Woche.<br />R&uuml;ckblickend war f&uuml;r mich eines der gr&ouml;ssten Highlights das sch&ouml;ne Teamwork und der Zusammenhalt, den wir als Gruppe w&auml;hrend der gemeinsamen Zeit erleben durften. Egal ob jemand etwas vergessen hatte, verletzt, desorientiert oder m&uuml;de war. Wir sechs waren immer f&uuml;r einander da und erg&auml;nzten uns prima. Als Organisatorin war ich nat&uuml;rlich besonders dankbar, dass alle aus unserer Gruppe gestarteten Athletinnen gesund und gl&uuml;cklich &laquo;gefinisht&raquo; hatten. Dass der Lauf noch immer an Bekanntheit gewinnt zeigt, dass auch immer wieder viele Schweizer teilnehmen. So stand dieses Jahr wieder die bekannte Solothurner Traill&auml;uferin Kathrin G&ouml;tz am Start. Auch Robin L&ouml;rtscher vom 100 Marathon Club Schweiz und Athleten vom STB waren am Transgrancanaria dabei, so z.B. Rea Iseli, die den Lauf der Kategorie Starter (24 km, 1800 HM) als Siegerin beendete.<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/7-7-gruppe_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Die Laufreise geht zu Ende, sch&ouml;ne Erlebnisse in eindr&uuml;cklicher Natur werden mit nach Hause genommen. V.l.n.r. Manuel Walker, Martina Scheidegger, H&eacute;l&egrave;ne Grossenbacher, Corinne Saurer und Hanna Frei (auf dem Bild fehlt Sonja Walthert).</div> </div></div>  <div class="paragraph"><span style="color:rgb(5, 5, 5)"><a href="https://www.facebook.com/hashtag/allblacksthun?__eep__=6&amp;__cft__[0]=AZXlToK9_eaniQZmXiEwdScAGbGw_YfnkBqsoFgp_NJsvw1h-GnKU4BHQaA-t0ju4MdLn85T4BAkKsrIIiT2oxwZ1M0mKTcF74rRtfTg6rO4uNIF1_fyZvnpI1GDv_IVr52mFKkVv6Wswsh-gkgXjjzvzfOoaxzwelYq6t1OIUka8C9Uu5wa2Xvt1ke43gwly1s&amp;__tn__=*NK-R">#allblacksthun</a></span><span style="color:rgb(5, 5, 5)"> </span><span style="color:rgb(5, 5, 5)"><a href="https://www.facebook.com/hashtag/berglauftraining?__eep__=6&amp;__cft__[0]=AZXlToK9_eaniQZmXiEwdScAGbGw_YfnkBqsoFgp_NJsvw1h-GnKU4BHQaA-t0ju4MdLn85T4BAkKsrIIiT2oxwZ1M0mKTcF74rRtfTg6rO4uNIF1_fyZvnpI1GDv_IVr52mFKkVv6Wswsh-gkgXjjzvzfOoaxzwelYq6t1OIUka8C9Uu5wa2Xvt1ke43gwly1s&amp;__tn__=*NK-R">#berglauftraining</a><span style="color:rgb(5, 5, 5)"> </span><a href="https://www.facebook.com/hashtag/berglauf?__eep__=6&amp;__cft__[0]=AZXlToK9_eaniQZmXiEwdScAGbGw_YfnkBqsoFgp_NJsvw1h-GnKU4BHQaA-t0ju4MdLn85T4BAkKsrIIiT2oxwZ1M0mKTcF74rRtfTg6rO4uNIF1_fyZvnpI1GDv_IVr52mFKkVv6Wswsh-gkgXjjzvzfOoaxzwelYq6t1OIUka8C9Uu5wa2Xvt1ke43gwly1s&amp;__tn__=*NK-R">#berglauf<br /></a>Webseite All Balcks Thun&nbsp;</span><a href="https://www.allblacks.ch/">Startseite All Blacks Thun</a><span style="color:rgb(5, 5, 5)"></span><br /></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Rückblick - Der 10te Eiger Ultra Trail 14./15./16. Juli 2022]]></title><link><![CDATA[https://allblacksthun.weebly.com/blog/ruckblick-der-10te-eiger-ultra-trail-141516-juli-2022]]></link><comments><![CDATA[https://allblacksthun.weebly.com/blog/ruckblick-der-10te-eiger-ultra-trail-141516-juli-2022#comments]]></comments><pubDate>Mon, 19 Dec 2022 12:21:14 GMT</pubDate><category><![CDATA[2023]]></category><category><![CDATA[Interviews & Portraits]]></category><guid isPermaLink="false">https://allblacksthun.weebly.com/blog/ruckblick-der-10te-eiger-ultra-trail-141516-juli-2022</guid><description><![CDATA[&#8203;An der diesj&auml;hrigen Jubil&auml;umsausgabe des Eiger Ultra Trails standen 14 All Blacks Thun-L&auml;uferInnen am Start. Die langen Distanzen k&ouml;nnen nicht ohne seri&ouml;se Vorbereitung gemeistert werden, weshalb sich die Startenden schon fr&uuml;h f&uuml;r eine Teilnahme entscheiden und die Trainings und Wettk&auml;mpfe vorher sorgf&auml;ltig ausw&auml;hlen, um gut ger&uuml;stet zu sein.&nbsp;Eine All Blacks Thun-L&auml;uferin, die bei der Vorbereitung sicher keine Kompromisse ei [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="paragraph">&#8203;An der diesj&auml;hrigen Jubil&auml;umsausgabe des Eiger Ultra Trails standen 14 All Blacks Thun-L&auml;uferInnen am Start. Die langen Distanzen k&ouml;nnen nicht ohne seri&ouml;se Vorbereitung gemeistert werden, weshalb sich die Startenden schon fr&uuml;h f&uuml;r eine Teilnahme entscheiden und die Trainings und Wettk&auml;mpfe vorher sorgf&auml;ltig ausw&auml;hlen, um gut ger&uuml;stet zu sein.<br />&nbsp;<br />Eine All Blacks Thun-L&auml;uferin, die bei der Vorbereitung sicher keine Kompromisse eingeht. ist die Verantwortliche f&uuml;r die Inserate in unserem Vereinsbulletin, Rosmarie F. Aemmer. Sie nahm das erste Mal am Eiger Ultra Trail teil.<br />&nbsp;<br /><strong><em>Die Novizin mit 70</em></strong><br />&nbsp;<br /><strong>Die &auml;lteste Teilnehmerin am E 51-Panorama Trail, Rosmarie F. Aemmer</strong><br />&nbsp;<br /><em>Was hat dich motiviert, dich einer so langen und anstrengenden Belastung auszusetzen?</em><br />&nbsp;<br />Rosmarie: Da hat Teresa Roth sicher einen grossen Anteil. Schon seit zwei Jahren habe ich des &ouml;ftern mit ihr in der Bergwelt im Berner Oberland trainiert. Immer wieder schw&auml;rmte sie vom Eiger Ultra Trail. Das steckte mich an, und ich begann, mich selber f&uuml;r eine Teilnahme zu interessieren.<br />Es gibt so l&auml;uferische Meilensteine in meinem Leben wie:<br />- Mit 50 den ersten Marathon in Berlin<br />- Mit 60 den ersten Jungfrau-Marathon<br />- Wieso nicht mit 70 eine weitere Marke setzen, nochmals etwas Verr&uuml;cktes machen?<br />Der E 51 bietet sich an, mit Jahrgang 52 diesen 51 km Lauf mit 3 100 H&ouml;henmetern zu bew&auml;ltigen, das w&auml;re doch etwas ganz Spezielles!<br />Nat&uuml;rlich wollte ich mich so gut wie m&ouml;glich auf den Lauf vorbereiten. Schon seit anfangs 2022 streute ich vermehrt Bergl&auml;ufe in meine Laufstrecken ein. Im Juni nahm ich an einer Trail-Running-Woche im Engadin teil. Des weiteren organisiert der Eiger Ultra Trail 3 Wochen vor dem Lauf ein Discovery-Weekend, an welchem man in gef&uuml;hrten Gruppen die Strecken kennen lernen kann. Auch da war ich dabei. Am ersten Tag ging&rsquo;s von Grindelwald auf das Faulhorn. Wegen Gewittern mussten wir allerdings eine direktere Route w&auml;hlen als jene am Lauf selber. Auf dem Faulhorn &uuml;bernachteten wir, 5 Frauen und 5 M&auml;nner. Am anderen Tag besichtigten wir den zweiten Teil der Strecke. Ich hatte den Ablauf allerdings ein bisschen missverstanden, war ich doch der Meinung, dass man an diesen Tagen nur wandert. Das war dann aber nicht so, und ich war die einzige mit einem normalen Rucksack und in Wanderausr&uuml;stung, w&auml;hrend die anderen im Lauftenue und mit leichten Trail-R&uuml;cks&auml;ckli bereit standen, aber das ging auch so.<br />&nbsp;<br /><em>Und zahlte sich all die Vorbereitung aus?</em><br />&nbsp;<br />Rosmarie: Ja sicher, ohne kommt man nicht durch. Ich stand am Start mit dem Anspruch, den Trail innerhalb der vorgegeben Maximal-Zeit von 13 Stunden fertig zu laufen.<br />Im ersten Aufstieg mit ca. 1&lsquo;000 H&ouml;henmetern auf die Grosse Scheidegg war ich planm&auml;ssig unterwegs, nach gut 2 Stunden konnte ich Richtung First abbiegen.<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/published/18-1-rosmarie.jpg?1671452668" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Rosmarie F. Aemmer beim Aufstieg zur Grossen Scheidegg</div> </div></div>  <div class="paragraph">Es folgt eine Strecke, auf der ich viel joggen konnte. Dann kommt der Teil aufs Faulhorn, den wir bei der Besichtigung abk&uuml;rzen mussten, ich kannte also die Strecke dort nicht genau.<br /><br />Es war bereits mega heiss, die Sonne scheint voll in den Hang, und es l&auml;uft mir nicht mehr so nach Plan. Normalerweise ertrage ich die Hitze gut, was ist denn los. Ich merke, ich komme in R&uuml;ckstand in meinem Zeitplan und prompt, vor dem letzten Anstieg aufs Faulhorn, werde ich gewarnt, ich sei zeitlich knapp drin, laufe Gefahr, oben auf dem Faulhorn aus dem Rennen genommen zu werden. Das kann doch nicht sein, das w&auml;re ja jammerschade, all diese Vorbereitungen&hellip;<br /><br />Nein, aufgeben, das ist keine Option!<br /><br />Einmal oben erkl&auml;rte ich den Streckenposten, dass ich gewarnt wurde, wisse, dass ich knapp dran bin, sei aber schon 70 Jahre alt, sei gut vorbereitet, sie k&ouml;nnten mich nicht einfach rausnehmen, ich wisse genau was noch vor mir sei &ndash; und sie liessen mich laufen!.<br /><br />Oben wurde ich von meiner t&uuml;rkischen Freundin Ezgi Akdesir, selber eine erfahrene Eiger Ultra Trail-L&auml;uferin, ausgezeichnet betreut. Sie rannte zuerst von Grindelwald auf die First, um mich dort zu verpflegen, dann lief sie weiter auf das Faulhorn, wo sie allerdings lange, lange auf mich warten musste. Frisch verpflegt und wieder ausger&uuml;stet mit Lab und Trank entl&auml;sst sie mich auf den Weg Richtung Schynige Platte.<br /><br />Jeder L&auml;ufer muss auf der E51 Strecke eine kleine Ausr&uuml;stung mittragen, das wird am Abend zuvor auch kontrolliert. Regenhosen und Regenjacke, Handschuhe, Sicherheitsdecke und Verbandsmaterial geh&ouml;ren dazu. Allerdings h&auml;tte ich bei diesem heissen und stabilen Wetter am Wettkampftag nicht unbedingt in die Rucks&auml;cke schauen wollen, was wirklich alles dabei war.<br /><br />Nach dem Faulhorn, dem h&ouml;chsten Punkt, komme ich dann wieder besser vorw&auml;rts. Auf der Schynigen Platte erwartet mich mein Mann Theo. Schon geht es weiter auf Schwand, wo ich auch wieder auf ihn treffe. Ich bin zeitlich immer noch knapp dran. Versuche erfolgreich, immer wieder bei den Zuschauern ein bisschen Unterst&uuml;tzung zu erheischen. Ich habe die Zuversicht, den Trail zu meistern. &laquo;Runterseckle&raquo; kann ich n&auml;mlich gut, ich habe dazu das n&ouml;tige Vertrauen.<br />&#8203;<br />Das zahlte sich aus, unten in Burglauenen hatte ich wieder 20 Minuten Vorsprung auf die erlaubte Durchgangszeit. Nochmals stand Theo an der Strecke. Auf dem letzten St&uuml;ck zur&uuml;ck nach Grindelwald konnte ich dann gar noch Leute &uuml;berholen, ja ich konnte sogar die Berge in der Abendsonne geniessen. Ich kam ins Ziel und bin fast geh&uuml;pft vor Freude, h&auml;tte im Moment gerade noch weiter gehen k&ouml;nnen. Theo und meine Betreuerin von First und Faulhorn begr&uuml;ssten mich, VereinskollegIinnen von All Blacks Thun waren da, das Leiterehepaar der Trail-Running-Woche im Engadin; ja, ja, die Gl&uuml;ckshormone sind schon geflossen.<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/18-2-rosmarie_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Es ist geschafft, Rosmarie F. Aemmer im Ziel</div> </div></div>  <div class="paragraph">Zum Bearbeiten hier klicken.</div>  <div class="paragraph">&#8203;Ich bin stolz, und es ist alles andere als selbstverst&auml;ndlich, dass ich, 7 Jahre nach einer Herzoperation und 4 Jahre nach einer R&uuml;ckenoperation, den E 51 in 12.30 Std. bew&auml;ltigen konnte!<br />&nbsp;<br /><em>Du hast aber nicht schon wieder neue Pl&auml;ne?</em><br />&nbsp;<br />Nein, nein, das war jetzt einmalig und soll es bleiben. Das ganze braucht schon sehr viel Zeit. Theo meinte: &laquo;Jetzt will ich endlich wieder einmal ganz normal mit dir wandern gehen!&raquo;<br />&nbsp;<br />&nbsp;<br /><strong><em>Ein Dauerl&auml;ufer</em></strong><br />&nbsp;<br /><strong>Der E 101 &ndash; Ultra Trail &uuml;ber 101 km und mit 6&lsquo;700 m H&ouml;henmeter &ndash; das ist etwas f&uuml;r Manuel Walker</strong><br />&nbsp;<br /><em>Er, Manuel Walker, scheint nun wirklich nie genug zu bekommen. Ich kann mit ihm w&auml;hrend der Woche, als der Berner Berglauf Cup ausgetragen wurde, telefonieren. W&auml;hrend 5 Tagen wird dabei jeden Abend ein Berglauf angeboten, mit Laufzeiten f&uuml;r die Besten um die 20 Minuten, da darf er nat&uuml;rlich nicht fehlen. Diese L&auml;ufe sind von seinem Wohnort Belp aus schnell zu erreichen. Es l&auml;uft ihm gut: &laquo;Ich bin bis jetzt an jedem Abend schneller unterwegs gewesen als bei der letzten Austragung vor 2 Jahren!&raquo;.</em><br /><em>So nebenbei erfahre ich, dass Manuel eine Woche nach dem Eiger Ultra den Stockhorn Halbmarathon gemacht hat, und dann am Samstag vor der Berglauf Cup-Woche den Glacier 3000 Run. Jetzt muss ich aber aufpassen, dass ich mich nicht verzettle, es ist der E 101, &uuml;ber welchen ich ja etwas erfahren will.</em><br />&nbsp;<br /><em>Kann man den E 101 denn so nebenbei machen?</em><br />&nbsp;<br />Manuel: Nein, nein, das ist unm&ouml;glich, das war mein Saisonziel f&uuml;r das erste Halbjahr, darauf habe ich mein Training seit mehreren Monaten ausgerichtet. Es war auch das erste Mal, dass ich mich f&uuml;r eine so lange Distanz entschieden habe. Den E 51 habe ich schon mal gemacht, aber das ist l&auml;nger her.<br />Nachdem ich 2021 verletzungsbedingt ausgefallen war, begann ich erst im letzten Winter wieder richtig mit dem Grundlagentraining. Da bin ich den All Blacks Thun beigetreten. Ich machte auch regelm&auml;ssig H&uuml;geltrainings und viele ausgedehnte Longjoggs. F&uuml;r einen Marathon kannst du ein Aufbautraining von 8 &ndash; 12 Wochen machen, das gen&uuml;gt aber f&uuml;r eine Belastung von 17 Stunden nicht mehr.<br />&nbsp;<br /><em>Auf dem Berglaufchat sah ich, dass du f&uuml;r den 24. Juni einen Laufpartner suchtest, der mit dir das halbe oder gar das ganze Double &laquo;Niesen &ndash; Stockhorn&raquo; l&auml;uft.</em><br />&nbsp;<br />Manuel: Ja, aber ich musste das dann alleine machen. Das Wetter war nicht stabil, es kamen in den Bergen Gewitter auf. Ich startete in Wimmis, stieg auf den Niesen, dann zur&uuml;ck auf Oey-Diemtigen, weiter aufs Stockhorn und wieder zur&uuml;ck auf Wimmis. Das war ein zielgerichtetes Training f&uuml;r den E 101. Ich hatte dann doch noch Gl&uuml;ck mit dem Wetter, auf dem Niesen oben war ich gerade, bevor dort ein Gewitter niederging, auf dem Stockhorn gewitterte es kurz, bevor ich oben ankam.<br />Dieses Training entsprach ungef&auml;hr der H&auml;lfte der Strecke am E 101 und etwas mehr als der H&auml;lfte der H&ouml;henmeter. Ich wollte mal ein Training in den Beinen haben, das mindestens der halben Belastung entspricht, welcher mich dann am Eiger Ultra ausgesetzt bin.<br />&nbsp;<br /><em>Dann stehst du am Start vom E 101 und denkst nur noch an diese unendliche Strecke vor dir?</em><br />&nbsp;<br />Manuel: Nein, das ist schon nicht das gleiche wie bei einem 10 km-Lauf. Hier gehst du relativ gem&uuml;tlich ans Werk. Du hast nur die erste Etappe im Kopf, die Grosse Scheidegg. Dort schaue ich dann weiter. Du teilst die ganze Strecke in kleine Abschnitte ein und schaust nie aufs Ganze. Du nimmst eine Etappe um die andere unter die F&uuml;sse.<br />Der E 101 ist grob gesagt der E 51 und der E 35 zusammengeh&auml;ngt, da und dort noch mit einigen Zusatzschlaufen.<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/18-3-manuel_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Manuel Walker unterwegs zwischen First und Faulhorn</div> </div></div>  <div class="paragraph">&#8203;<em>Nimmst du dir vor, bei diesem und jenem Verpflegungsposten auch mal abzusitzen, um dich ein bisschen zu erholen?</em><br />&nbsp;<br />Manuel: Es gibt L&auml;ufer, die machen das, zum Beispiel in Burglauenen. Dort ist etwa die Streckenh&auml;lfte. Es gibt gar Wettk&auml;mpfer, die Teigwaren zu sich nehmen, bevor es dann wieder ansteigt Richtung Wengen und M&auml;nnlichen. Auch ich plante, dort etwas zu essen. Mein Vater war dort. Aber ich entschied, nein ich muss weiter, ich will ins Ziel kommen und nicht noch Zeit verlieren.<br />Bei allen Verpflegungsposten handhabte ich das so: ich wechselte ein paar Worte mit den Leuten, f&uuml;llte all meine Flaschen auf, trank etwas und ging weiter. Manchmal war es n&ouml;tig, die Schuhe wieder nachzubinden, aber sonst habe ich nie eine Pause gemacht.<br />&nbsp;<br /><em>Hattest du Supporter auf der Strecke platziert, um dich zu unterst&uuml;tzen?</em><br />&nbsp;<br />Nur gerade mein Vater in Burglauenen und dann wieder im Ziel. Ansonsten habe ich einfach die offizielle Verpflegung benutzt. Am Anfang nimmt man schon etwas mit bis zum ersten Verpflegungsposten, danach kann man einfach immer wieder auff&uuml;llen. Es war aber dermassen heiss, dass ich fast nichts essen konnte. Die Anstrengung ist auch f&uuml;r den Magen eine grosse Belastung, ich ern&auml;hrte mich fast nur mit isotonischen Getr&auml;nken, manchmal noch mit Banane und Riegel oder was an den Posten zu haben war.<br />&nbsp;<br /><em>Sch&ouml;nes Wetter ist ja gut, aber diesmal war die Hitze wohl gar intensiv.</em><br />&nbsp;<br />Ja, viele Teilnehmer mussten aufgeben wegen Dehydrierung, ich sah einige, die erbrechen mussten. Ich nahm &uuml;ber diese 101 km 12 &ndash; 15 l Fl&uuml;ssigkeit zu mir und auch viele Salztabletten. Die Ern&auml;hrung ist eine Erfahrungssache. So viele Kalorien, wie man verbraucht, kann man fast nicht zu sich nehmen. W&auml;re der Lauf noch weiter gegangen, h&auml;tte ich mich anders verpflegen m&uuml;ssen, so habe ich es gerade noch &uuml;ber die Distanz geschafft.<br />&nbsp;<br /><em>Was hat dir am meisten weh gemacht, hattest du mit Schmerzen zu k&auml;mpfen?</em><br />&nbsp;<br />Es ist eigentlich noch gegangen, w&auml;hrend des Laufs sp&uuml;rte ich nie gross Schmerzen. Die Anstrengung, die M&uuml;digkeit, das ist, was es zu &uuml;berwinden gilt.<br />&nbsp;<br /><em>L&auml;ufst du mit St&ouml;cken?</em><br />&nbsp;<br />Ja, ich laufe mit St&ouml;cken. Wenn&rsquo;s bergab geht, versorge ich sie aber. Bergab habe ich vorher sehr stark trainiert. Da konnte ich immer sch&ouml;n durchziehen, da habe ich viel Zeit gutgemacht.<br />&nbsp;<br /><em>Gibt es Vorschriften bez&uuml;glich der St&ouml;cke?</em><br />&nbsp;<br />Die Regelung ist: Wenn du St&ouml;cke mitnimmst, musst du diese bis ins Ziel mitnehmen. Wenn du keine mitnimmst, darfst du auch keine entgegennehmen. Entweder du hast w&auml;hrend des ganzen Laufs St&ouml;cke dabei oder eben nicht. Man muss auch eine Pflichtausr&uuml;stung dabei haben (ausser am E 16). Wir am E 101 haben auch Stirnlampen als Pflicht dabei.<br />&nbsp;<br /><em>Wann ist der Start?</em><br />&nbsp;<br />Um 4 Uhr am Samstagmorgen, um 20.55 Uhr kam ich ins Ziel. Es war gerade noch hell, ab 21.30 Uhr w&auml;re dann &laquo;Stirnlampe auf&raquo; wieder obligatorisch.<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/18-4-manuel_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Manuel Walker ca. bei km 70 beim Aufstieg von Wengen auf den M&auml;nnlichen</div> </div></div>  <div class="paragraph">&#8203;<em>Auf deinem Facebook Post konnte man lesen: &laquo;Etwas mehr als zwei Wochen sind inzwischen vergangen, die Muskeln erholt, die Blessuren verheilt, die vielen Gedanken, Bilder, Eindr&uuml;cke und Gef&uuml;hle verarbeitet&raquo;. Was waren das f&uuml;r Blessuren?</em><br />&nbsp;<br />Manuel: Ich bin unter dem Eiger mal auf den Steinen ausgerutscht. Das gab blaue Flecken an Arm und Schienbein, eigentlich nichts Schlimmes. Blasen hat es auch gegeben und Sch&uuml;rfungen vom Brustgurt. Das nahm ich unterwegs aber nicht wahr, es kam erst am Schluss zum Vorschein. Ich sp&uuml;rte im ganzen Lauf keine k&ouml;rperlichen Einschr&auml;nkungen.<br />Einfach die Ern&auml;hrung hat nicht so gepasst. Nur fl&uuml;ssig, das hat mir irgendwann auf die Verdauung geschlagen. Gegen Schluss musste ich WC&rsquo;s aufsuchen, darum sage ich, es w&auml;re wahrscheinlich f&uuml;r einen noch l&auml;ngeren Lauf mit meiner Ern&auml;hrung nicht aufgegangen, aber f&uuml;r diese Distanz hat es gerade noch gereicht.<br />&nbsp;<br /><em>Du hattest nie den Gedanken aufzugeben?</em><br />&nbsp;<br />Manuel: Nein, gar nie, das kam mir gar nicht in den Kopf, da war etwas anderes gespeichert, das zieht dich weiter.<br />&nbsp;<br /><em>Gerne zitiere ich noch den Rest deines Facebook Posts:</em><br />&nbsp;<br />Manuel: &laquo;Obwohl ich mit meiner Laufzeit von 16.55 Std. f&uuml;r die 101 km und 6&lsquo;700 H&ouml;henmeter &uuml;ber eine Stunde schneller war als geplant und ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden bin, kann ich heute weder Stolz, noch das Gef&uuml;hl empfinden, etwas Grosses geschafft zu haben. Vielmehr bleibt einfach die Erinnerung an ein grosses Abenteuer, an einen wunderbaren Tag voller Anstrengungen und Gl&uuml;cksgef&uuml;hlen.<br />Der Lauf selber lief eigentlich unspektakul&auml;r und ohne gr&ouml;ssere Probleme. So hatte ich zwar bei jedem Anstieg geflucht und mich &uuml;ber alle Abstiege gefreut. Ern&auml;hren ging bei Hitze und Anstrengung leider fast nur fl&uuml;ssig (12 &ndash; 15 l Fl&uuml;ssigkeit!), daf&uuml;r traten muskul&auml;r keinerlei Probleme auf. Selbst mental war der Lauf weniger hart als meine Tour &uuml;ber Niesen und Stockhorn, wo ich 8 Stunden alleine und teils im Regen unterwegs war. Eiger Ultratrail, ich vermisse dich und werde gerne in einem anderen Jahr wieder zur&uuml;ckkehren &#10084;<br />Vielen Dank meinen Eltern f&uuml;r den Support und @running_girl_13 f&uuml;r den herzlichen Empfang im Ziel.&raquo;<br />&nbsp;<br /><em>Anfangs erw&auml;hntest du, dass du 2021 verletzungsbedingt ausgefallen bist. Was war das?</em><br />&nbsp;<br />Manuel: Ich hatte ein Schienbeinkanten-Syndrom. Das ist eine Knochenhaut Entz&uuml;ndung, eine langwierige Sache.<br />Ich hatte das schon fr&uuml;her mal, da brauchte ich 6 Monate, um es weg zu haben, weil ich nicht komplett aufh&ouml;rte zu laufen. Diesmal wollte ich es besser machen, verzichtete f&uuml;r 3 Monate rigoros aufs Laufen und machte nur Alternativsport. So brachte ich das Leiden in der halben Zeit weg.<br />Das Schwierige mit Alternativsport ist f&uuml;r mich, die Motivation hoch zu halten, es gibt nichts, das mir so viel Spass macht wie das Laufen.<br />Jetzt habe ich jeden Monat einen fixen Physiotermin. Dank dem bin ich dieses Jahr frei von Verletzungen geblieben. Immer wenn etwas Neues auftaucht, melde ich es, wir schauen, was es sein k&ouml;nnte und was wir dagegen tun k&ouml;nnen. So habe ich es bis jetzt im Griff gehabt. Man muss eine gewisse H&auml;rte gegen sich selber haben, aber auch einordnen k&ouml;nnen, ist das jetzt etwas Ernstes oder kann ich weitermachen.<br />&nbsp;<br /><em>Du hast anfangs vom Saisonziel f&uuml;r das erste Halbjahr gesprochen. Was kommt denn noch?</em><br />&nbsp;<br />Manuel: Als Vorbereitung auf das zweite Saisonziel konzentriere ich mich jetzt auf den Switzerland Marathon Light vom 4. September 2022 in Sarnen. Dort m&ouml;chte ich &laquo;mein Tempo einstellen&raquo; f&uuml;r den Marathon Cannes &ndash; Nizza am 30. Oktober 2022.<br />&nbsp;<br /><em>Ich w&uuml;nsche dir ein sch&ouml;nes Erlebnis an der C&ocirc;te d&rsquo;Azur. Vielleicht kriege ich ja ein Bild davon f&uuml;r das n&auml;chste Heft?</em><br />&nbsp;<br />&nbsp;<br /><strong><em>&laquo;Die Einheimische&raquo;</em></strong><br />&nbsp;<br /><strong>Teresa Roth</strong> kennt den Eiger Ultra Trail von Anfang an, weiss, was alles geboten wird und erkl&auml;rt mir 2 weitere Startm&ouml;glichkeiten.<br />&nbsp;<br /><strong>Der Trail Surprise</strong><br />Etwas f&uuml;r Einsteiger und insbesondere f&uuml;r die Angeh&ouml;rigen und Mitgereisten der Eigertrail-Athleten. Er findet am Freitag vor dem Veranstaltungswochenende statt. Unter dem Motto &laquo;Jedes Jahr eine neue &Uuml;berraschung&raquo; wird jeweils eine Trail-L&auml;nge zwischen 10 und 15 km und ein H&ouml;henprofil zwischen 500 und 1000 m ausgesucht. Jedes Jahr etwas Neues. Drei Tage vor dem Startschuss werden die Anzahl Kilometer und H&ouml;henmeter, der Standort des Verpflegungspostens und das H&ouml;henprofil bekannt gegeben, die eigentliche Strecke aber nicht. &laquo;Den habe ich auch schon gemacht, das ist noch witzig. Man hat lange Zeit, 4 Stunden stehen einem zur Verf&uuml;gung&raquo;, erfahre ich von Teresa.<br />&nbsp;<br /><strong>Der E 35 - Nordwand Trial</strong><br />Dieses Jahr ist Teresa aber erstmals am E 35 gestartet. Das sind 35 km mit 2&lsquo;500 H&ouml;henmetern. Man startet in Burglauenen, dann geht es hoch nach Wengen, weiter aufw&auml;rts durch die Lawinenverbauungen auf den M&auml;nnlichen, r&uuml;ber auf die Kleine Scheidegg, runter zum Start der Mor&auml;ne oberhalb des Wixi Lifts, die Mor&auml;ne rauf auf den Eigergletscher, es folgt der Abstieg dem Eiger entlang nach Alpiglen, zum Marmorbruch und ins Dorf Grindelwald.<br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/18-5-teresa_orig.jpg" alt="Picture" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Teresa Roth, hier auf dem M&auml;nnlichen</div> </div></div>  <div class="paragraph">&#8203;Teresa: Es war sehr heiss, der anstrengendste Teil f&uuml;r mich war definitiv die Mor&auml;ne. Ich war um ca. 13 Uhr dort, die Sonne brannte voll auf diesen S&uuml;dhang. Du meinst, das kenn ich, da bin ich schon x-mal gelaufen, auch beim Jungfrau Marathon, aber diesmal war es einfach ganz anders. Dann endlich kam ich auf dem Eigergletscher an, freute mich auf den Verpflegungsposten &ndash; und da gibt&rsquo;s nichts, es ist gar kein Posten da &ndash; leer schlucken und weitergehen, bergab allerdings.<br />Ich bin nach 7.42 Std. ins Ziel gelaufen und konnte danach das Gef&uuml;hl, das alle L&auml;uferInnen nach so einer Anstrengung so suchen, doch noch richtig auskosten.<br />Beim E 35 macht man in kurzer Zeit sehr viele H&ouml;henmeter, diese sind beim E 51 auf eine l&auml;ngere Strecke verteilt. Das hat mir besser gefallen, der E 35 war schon ein sehr happiger Lauf!<br /></div>]]></content:encoded></item><item><title><![CDATA[Der Züri-Marathon und Bernhard (Hardy) Bieri]]></title><link><![CDATA[https://allblacksthun.weebly.com/blog/der-zuri-marathon-und-bernhard-hardy-bieri]]></link><comments><![CDATA[https://allblacksthun.weebly.com/blog/der-zuri-marathon-und-bernhard-hardy-bieri#comments]]></comments><pubDate>Mon, 11 Jul 2022 05:19:50 GMT</pubDate><category><![CDATA[2022]]></category><guid isPermaLink="false">https://allblacksthun.weebly.com/blog/der-zuri-marathon-und-bernhard-hardy-bieri</guid><description><![CDATA[Die Geschichte eines Marathons ist nicht nur jene des Laufs &uuml;ber die 42,195 km, es ist eigentlich f&uuml;r jeden Teilnehmer eine Angelegenheit, die 3 - 5 Monate dauert. Erst gilt es, sich f&uuml;r einen Anlass zu entscheiden, was passt in meine Agenda, hat darin &uuml;berhaupt ein Trainingsplan Platz? Auch wenn es &laquo;nur&raquo; ums Durchkommen geht, braucht es viele Wochen Vorbereitung, erst recht, wenn man seine pers&ouml;nlichen Grenzen ausloten will. Da ist es die Regel und nicht die [...] ]]></description><content:encoded><![CDATA[<div class="paragraph"><em>Die Geschichte eines Marathons ist nicht nur jene des Laufs &uuml;ber die 42,195 km, es ist eigentlich f&uuml;r jeden Teilnehmer eine Angelegenheit, die 3 - 5 Monate dauert. Erst gilt es, sich f&uuml;r einen Anlass zu entscheiden, was passt in meine Agenda, hat darin &uuml;berhaupt ein Trainingsplan Platz? Auch wenn es &laquo;nur&raquo; ums Durchkommen geht, braucht es viele Wochen Vorbereitung, erst recht, wenn man seine pers&ouml;nlichen Grenzen ausloten will. Da ist es die Regel und nicht die Ausnahme, dass selten alles so genau nach Plan l&auml;uft. Alle, die schon einen Marathon gemacht haben, k&ouml;nnen ein Lied davon singen. Ein unerwartetes Ereignis im famili&auml;ren Umfeld kommt dazwischen, bei der Arbeit l&auml;uft es nicht rund, da kommt eine kleine Verletzung oder eine Krankheit oder es fehlt einem mit der Zeit der n&ouml;tige Drive, um die vielen Kilometer abzuspulen, und schon wird die Vorbereitung &uuml;ber den Haufen geworfen. So hat jede L&auml;uferin und jeder L&auml;ufer nach getaner Arbeit seine eigene Geschichte im Rucksack.</em><br />&nbsp;<br /><em>Mit Hardy habe ich &uuml;ber den Z&uuml;ri-Marathon 2022 gesprochen. Zuvor bestritt er sicher schon ein Dutzend Marathons, die H&auml;lfte am Berg und die H&auml;lfte auf dem &laquo;Flachen&raquo;. Der erste kam fernab der Schweiz zustande.</em><br /><br />&#8203;Nach der Schreinerlehre studierte ich Holzingenieur in Biel. F&uuml;r das Praktikum bewarb ich mich bei einer in den USA t&auml;tigen Consulting Firma, von der man wusste, dass sie immer wieder Studenten engagieren f&uuml;r Praktika. Das hat geklappt, und es wurde mir ein Platz irgendwo in der Pampa der USA zugeteilt. Im letzten Moment gab es noch eine &Auml;nderung; ich &laquo;musste&raquo; nach Long Beach und zwar &laquo;mitten in den Kuchen&raquo;. Long Beach hat ca. &frac12; Million Einwohner und geh&ouml;rt zur &laquo;Greater Los Angeles Area&raquo;.<br />&nbsp;<br />Ich ging schon immer regelm&auml;ssig joggen aber nicht etwa ambitioniert oder mit dem Ziel, Wettk&auml;mpfe zu bestreiten. So in der Ferne hat man dann halt manchmal verr&uuml;ckte Ideen, da kam der Long Beach Marathon 2007 gerade recht. Ich musste mich ja vor niemandem rechtfertigen. Mein Ziel, den Lauf in 4 Stunden zu absolvieren, habe ich erreicht! Es bleibt mir eine wunderbare Erinnerung an meinen ersten Marathon entlang den Str&auml;nden von Long Beach.<br />&nbsp;<br />2013 kam ich dann zu All Blacks Thun und 2015 nahm ich meinen zweiten Flachmarathon in Z&uuml;rich unter die F&uuml;sse. Wir waren zu Dritt von &laquo;All Blacks&raquo;, Feli Liechti-Odermatt, Erich von Allmen und ich. Mittlerweilen konnte ich mich gut einsch&auml;tzen, so glaubte ich zumindest, und peilte eine Zeit von 3&nbsp;Stunden an. Aber es sollte anders kommen; zu schnell gestartet, zu verbissen unterwegs, zu schlecht verpflegt, das war es dann, bei Kilometer 40 musste ich v&ouml;llig dehydriert aufgeben, ich konnte mich nicht mehr auf den Beinen halten. &Uuml;brigens musste auch Erich aufgeben, daf&uuml;r realisierte Feli eine sehr gute Zeit. Ich sagte mir, das kann&rsquo;s nicht sein, da gehe ich nochmal hin, da habe ich noch eine Rechnung offen.<br />&nbsp;<br />In den n&auml;chsten Jahren konnte ich die 3 Stunden Marke an zwei Flachmarathons knapp unterbieten, einmal in Luzern und einmal 2019 in Edinburgh.<br /><br /></div>  <div><div class="wsite-image wsite-image-border-none " style="padding-top:10px;padding-bottom:10px;margin-left:0px;margin-right:0px;text-align:center"> <a> <img src="https://allblacksthun.weebly.com/uploads/1/1/2/8/112834909/14-1-hardy_orig.jpg" alt="Bild" style="width:auto;max-width:100%" /> </a> <div style="display:block;font-size:90%">Hardy mit der Nummer 391 am Z&uuml;ri-Marathon 2022. Wie wird er durchkommen? - Foto von Hardy erhalten &ndash;</div> </div></div>  <div class="paragraph"><span>F&uuml;r 2022 nahm ich mir nochmals den Z&uuml;ri-Marathon vor, eine Zeit von 2.50 Std. war mein Ziel. Ich hatte anhand der Trainings das Gef&uuml;hl, dass dies drin liegen m&uuml;sste. Mein Hauptziel dieses Jahr ist der Inferno Triathlon, da passt ein l&auml;ngerer Wettkampf im Fr&uuml;hling gut rein, so kommst du auf die notwendigen Kilometer und bist motiviert zu trainieren. Dem war dann auch so, ich hatte eine Super-Vorbereitung, die Form stimmte absolut&hellip; bis 3 Wochen vor dem Marathon. Ein &laquo;Buckel&raquo; am Hals, den ich schon vorher sp&uuml;rte und weswegen ich auch beim Arzt in Behandlung war, wuchs pl&ouml;tzlich stark an. Ich bekam Temperatur, f&uuml;hlte mich nicht gut und hatte keine Energie mehr. Der Arzt &uuml;berwies mich sofort ins Spital, wo entschieden wurde, einen Eingriff zu machen. Da man nicht wusste, was genau zum Vorschein kommt, musste dieser Eingriff unter Vollnarkose gemacht werden. Der Knoten wurde herausgenommen, gl&uuml;cklicherweise war es &laquo;nur&raquo; ein Abszess. Nat&uuml;rlich durfte ich nachher nicht sofort wieder trainieren. Dann, eine Woche vor dem Marathon, konnte ich die F&auml;den entfernen. Ich wurde entlassen mit der Aussage, dass ich jetzt wieder alles machen k&ouml;nne.</span><br /><span>&nbsp;</span><br /><span>Aber eben, ich war seit &uuml;ber 2 Wochen keinen Schritt mehr gelaufen. Ich sah das gleiche Schicksal kommen wie 2021 am Inferno Triathlon. Auch da war ich topp vorbereitet, freute mich enorm auf den grossen Event, und zwei Tage vor dem Wettkampf erlitt ich eine Schulterverletzung. Ich musste damals schweren Herzens Forfait geben, ein grosser Formaufbau f&uuml;r die Katze...</span><br /><span>&nbsp;</span><br /><span>&laquo;Jetzt musst du auch diese &Uuml;bung wieder abbrechen, jetzt ist es halt wieder gelaufen&raquo;, mit diesen Gedanken schlug ich mich herum. Nach dem ersten Footing wagte ich mich trotzdem auf einen Longjogg &uuml;ber 20 km. Und klar, es ging nicht so gut, die Beine waren leer und der Puls war hoch. Aber eigentlich war es schon in meinem Kopf, du machst den Lauf, sowieso, einfach nur zur Freude, das Hotel ist ja schon gebucht, jetzt g&ouml;nnst du dir einfach ein sch&ouml;nes Wochenende.</span><br /><span>&nbsp;</span><br /><span>Mit dieser Vorgeschichte stand ich am Sonntagmorgen, 10. April 2022 um 8:15 Uhr am Start. Ein k&uuml;hler Morgen, in der Nacht hatte es weit heruntergeschneit, es war noch nass, aber der Himmel begann sich aufzukl&auml;ren, gute Laufbedingungen. Den urspr&uuml;nglichen Plan mit dem 4er Schnitt hatte ich l&auml;ngst aufgegeben. Ich nahm mir vor, die erste H&auml;lfte mit einem 4.30 er Pace zu laufen. Das sollte machbar sein, dann schauen wie es sich anf&uuml;hlt, einfach weiter joggen und ins Ziel kommen oder, wenn es dann gut geht und im besten Fall, auf der zweiten H&auml;lfte noch zulegen.</span><br /><br />Ich startete schneller als ich wollte, versuchte immer wieder, mich zu bremsen, und doch hatte ich immer diese 3 Std.-Pacemaker um mich herum. Drosseln, drosseln, drosseln, nur nicht zu schnell, diese Pacer darfst du einfach nicht &uuml;berholen; gar nicht einfach, wenn du dich so gut f&uuml;hlst. Nach der 10 km Runde in der Stadt geht&rsquo;s dem See entlang Richtung Meilen. Bei der Halbmarathonmarke in Herrliberg war es dann so weit, die H&auml;lfte war geschafft. Der Kilometerschnitt lag bei 4:12 und ich f&uuml;hlte mich gut. An jeder Verpflegungsstation habe ich getrunken und etwas zu mir genommen. &laquo;Kannst du es dir erlauben, jetzt einfach zuzusetzen?&raquo;. Die Frage trieb mich nicht lange um, ich tat es einfach. Es ist ja fast flach und doch hat es in den D&ouml;rfern immer wieder ganz leichte Anstiege, die in die Beine gehen, wenn du am Limit l&auml;ufst. Aber ich konnte st&auml;ndig L&auml;ufer &uuml;berholen, das ist mental mega cool. W&uuml;rde es mir auch so ergehen, wenn ich schneller gestartet w&auml;re? Ohne meine Vorgeschichte w&auml;re ich n&auml;mlich diesen Marathon sicher deutlich schneller angegangen.<br />&nbsp;<br />Es bildete sich dann ein 2er und sp&auml;ter ein 3er Gr&uuml;ppli, wir harmonierten gut und spannten &uuml;ber eine grosse Distanz zusammen. Erst auf den letzten Kilometern ging jeder einfach noch seinen maximal m&ouml;glichen Pace. Seit der ersten Erfahrung 2013 habe ich immer einen Reserve-Gel als Notration dabei, f&uuml;r den Fall, dass ich Energie tanken m&uuml;sste&hellip; es war aber nicht n&ouml;tig. Ich &uuml;berquerte die Ziellinie in einer Verfassung, wie ich es mir zuvor nicht ertr&auml;umt h&auml;tte. Es gelang mir sogar, die zweite Marathonh&auml;lfte 10 Sekunden pro Kilometer schneller zu laufen als die erste.<br />&nbsp;<br />Es<em> schaute f&uuml;r Hardy eine Zeit von 2:54:02 heraus, Rang 25 in seiner Kategorie. Den Reservegel hat Hardy also nicht gebraucht, den Late-Checkout des Hotelzimmers aber schon. Duschen, sich noch ein bisschen hinlegen, dieses Spezialangebot das den L&auml;ufern geboten wurde, galt es noch zu geniessen. Die Geschichte eines weiteren Marathons war geschrieben.</em><br />&nbsp;<br /><em>War das doch noch die angestrebte Vers&ouml;hnung mit dem Z&uuml;ri-Marathon?</em><br />&nbsp;<br /><em>Hardy &amp; Roland Riedener</em><br /><br /><em>Bulletin Schwarz auf Weiss:&nbsp;&#8203;<a href="https://www.allblacks.ch/Themen/Schwarz-auf-Weiss-Informationsbulletin/">schwarz auf weiss- Informationsbulletin - All Blacks Thun</a></em><br />&#8203;</div>]]></content:encoded></item></channel></rss>